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LeverkusenBayer-Trainer Bosz will im Derby mit den Kölnern "streiten"

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Bayer-Trainer Peter Bosz 

Leverkusen – Peter Bosz ist ein ruhiger, überzeugter Holländer. Er weiß genau, was ein Derby ist, denn die Niederlande sind so kompakt, dass dort nach deutscher Definition jedes zweite Fußball-Spiel ein Derby sein könnte. „Es bedeutet viel Emotion für die Menschen darum herum“, erklärt der Trainer von Bayer 04 Leverkusen. Sein Plan für das Spiel am Samstag im Rhein-Energie-Stadion (15.30 Uhr) lautet: „Wir werden mit den Kölnern streiten.“

Was sich im Deutschen nach Zank und Schreierei anhört, hat seine Bedeutung im sportlichen Wettstreit. Im Niederländischen wird das Wort „Strijd“ identisch gebraucht mit kämpfen, und Fußballtrainer benutzen es vor Spielen wie diesen gern. Bosz erwartet als Coach des hoch favorisierten Teams einen Tabellenletzten, der fußballerische Leichtigkeit durch Leidenschaft, Härte und auch eine Spur Wut ersetzen muss. „Da müssen wir dagegen halten“, sagt der Leverkusener Trainer, „aber gewinnen werden wir dieses Spiel nur über den Fußball, weil wir gute Fußballer in unseren Reihen haben.“

So lautet der simple Plan der Werkself nach der 0:2-Niederlage gegen Juventus Turin im letzten Champions-League-Spiel des Jahres und dieser Saison. Negative Folgen der Pleite gegen „Wir waren sauer, weil wir verloren haben“, erklärt Bosz, „aber es war kein Rückschlag. Wir haben vor vor allem in der ersten Halbzeit vieles gut gemacht. Und das Gute wollen wir mitnehmen.“

"Ich habe nicht das Gefühl, dass wir die Akkus aufladen müssen"

Dass nach drei Spielen den seit Monaten unter Doppelbelastung stehenden Leverkusenern auf der Zielgerade der Hinrunde mit vier Spielen in zehn Tagen die Kräfte ausgehen, glaubt der Trainer nicht. „Meine Mannschaft ist das gewöhnt, außerdem haben wir zuletzt rotiert. Ich habe nicht das Gefühl, dass wir die Akkus aufladen müssen. Wir sind bereit.“

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Es ist sehr wahrscheinlich, dass gegen den FC einige der zuletzt geschonten Kräfte wieder in die erste Reihe rücken. Stürmer Kevin Volland zum Beispiel, Linksverteidiger Wendell und Zentralspieler Julian Baumgartlinger. Außer den Dauerverletzten Joel Pohjanpalo, Mitchell Weiser und dem gesperrten Jonathan Tah sind alle fit und einsatzbereit.

Peter Bosz ist sich im Klaren darüber, dass diese Partie beim 1. FC Köln eine andere emotionale Wucht besitzt als die darauffolgenden gegen Hertha BSC Berlin (Mittwoch 20 Uhr) und der Jahresabschluss am 22. Dezember beim FSV Mainz 05. „Für die Fans ist das wichtig, sie werden überall darauf angesprochen, bei der Arbeit und privat. Da ist es schon fast schade, dass es bei einem Sieg, wenn er gelingt, nur drei Punkte gibt."