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„Kein Verständnis“Hamann und Magath ermahnen Bundesliga-Trainer, die auf Tablets starren

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Bei einer Spielunterbrechung riskiert auch Trainer Daniel Thioune (l.) von Werder Bremen einen Blick auf das Tablet vor seiner Trainerbank.

Ein häufiges Bild in der Bundesliga: Bei einer Spielunterbrechung riskiert auch Trainer Daniel Thioune (l.) von Werder Bremen einen Blick auf das Tablet vor seiner Trainerbank.

Bei „Sky90“ zeigten sich Fritz von Thurn und Taxis, Dietmar Hamann und Felix Magath im Fußball-Talk einer Meinung.

Ein Bundesliga-Spieltag ohne erhitzte Gemüter ist in der laufenden Saison kaum noch denkbar. Jede Woche gibt es in mindestens einem Stadion Ärger und Gerede über Schiedsrichter-Leistungen und den VAR-Einsatz.

Im Fußball-Gespräch „Sky90“ ging die Runde den Gründen für die vielen aufgeheizten Szenen nach. Die Experten positionierten sich bei einem Thema mit deutlichen Aussagen.

Magath, Hamann und Thurn und Taxis sehen Bundesliga-Trend skeptisch

Als die Regie Szenen der Auseinandersetzungen beim Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV zeigte, ärgerte sich Kommentatoren-Ikone Fritz von Thurn und Taxis (75) und zeigte sich unzufrieden mit einer Entwicklung der letzten Jahre.

„Es ist so viel Druck auf dem Kessel, was da auch von den Bänken kommt. Seitdem ein Video-Mensch mit seinem Monitor da sitzt und das Spiel live mitverfolgen kann, ist das alles noch unerträglicher geworden. Jeder Pfiff des Schiedsrichters wird sofort bewertet“, klagte der frühere Sky-Reporter. Das löste eine angeregte Diskussion in der Sendung aus.

Seit der Saison 2018/2019 dürfen mobile Geräte wie Tablets auf der Trainerbank benutzt werden. Gedacht war dies als Hilfe für das Coaching und die Spielanalyse. Jetzt wird damit aber oft jede strittige Schiedsrichter-Aktion in Echtzeit verfolgt und beurteilt.

Zustimmung kam vom Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann (52). Er regte an: „Ich würde schwer überlegen, ob ich das aufhebe, dass die auf der Bank die Bilder haben. Das trägt zu der ganzen Unruhe bei.“

Noch deutlicher wurde der ehemalige Meister-Trainer Felix Magath (72). Er hält von der technischen Hilfe gar nichts. An die Bundesliga-Trainer, die das Gerät oft nutzen, richtete er die kritische Frage: „Ich habe kein Verständnis dafür, wenn ein Trainer während des Spiels auf einen Bildschirm guckt. Da frage ich mich: Was macht der für einen Job?“

Er selbst, so Magath, habe in seiner Zeit als Trainer immer darauf geachtet, „keine Sekunde den Blick vom Spielfeld zu lassen, sondern mir selbst ein Bild von dem, was da abläuft, zu machen“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.