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„Deutscher Humor nicht ganz da“Thomas Müller crasht Interview mit Bayern-Coach Kompany

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Spielte in der Veltins-Arena gegen Schachtar Donezk groß auf und war anschließend glänzend aufgelegt: Bayern-Profi Thomas Müller.

Spielte in der Veltins-Arena gegen Schachtar Donezk groß auf und war anschließend glänzend aufgelegt: Bayern-Profi Thomas Müller.

Thomas Müller trifft beim Bayern-Sieg in der Veltins-Arena. Und auch nach dem Abpfiff zeigt sich der Ex-Nationalspieler glänzend aufgelegt.

Er war beim FC Bayern mal wieder vollumfänglich gefragt und half für den verletzten Top-Stürmer, Harry Kane, auf dem Platz aus: Thomas Müller überzeugte beim 5:1-Erfolg im Champions-League-Spiel gegen Schachtar Donezk erst mit einem Tor, anschließend dann auch als Entertainer am Mikrofon.

Der Offensiv-Routinier, der unter Trainer Vincent Kompany zumeist von der Bank kommt, war mit seiner Spielanalyse schon fertig, ging aber nicht unter die Dusche, sondern ließ es sich nicht nehmen, noch am Reportertisch von Amazon Prime dabei zu stehen. Dort übernahm er kurz das Kommando und spielte Übersetzer für Trainer Vincent Kompany.

Als der Belgier von Moderator Alexander Schlüter gefragt wurde, wohin die Reise mit der Mannschaft noch gehe, war der 38 Jahre alte Fußballlehrer kurz verwirrt und fragte: „Welche Reise?“ Müller, ob seiner kommunikativen Fähigkeiten auch „Radio Müller“ genannt, schaltete sich ein, scherzte zuerst: „Die Rückreise“ - worauf Kompany antwortete: „Mein deutscher Humor ist noch nicht ganz da, aber das kommt noch.“

Thomas Müller übernimmt Interview und witzelt mit Christoph Kramer

Doch der bestens gelaunte Müller legte nach und nahm die Frage des Moderators etwas auf die Schippe. „Das war eine sehr inhaltliche Frage. Er wollte wissen, ob wir die Champions League gewinnen wollen und ja, das wollen wir, aber es ist noch ein langer Weg“, sagte Müller zu Kompany und sorgte für Lacher am Tisch. Schlüter entgegnete: „Herr Müller, wenn Sie bessere Fragen haben, jederzeit gerne!“

Als der Moderator seine nächste Frage stellte, witzelte Müller grinsend mit seinem neben ihm stehenden Ex-Auswahlkollegen und Experten Christoph Kramer. „Wenn du jetzt jede Frage von mir bewertest...“, sagte Schlüter zu Müller, der dann doch sein Mikrofon abgab und unter dem Jubel der Fans mit einem „okay, okay“ in die Katakomben der Schalker Arena verschwand. „Verwunderlich, dass der Müller sein Mikro nicht gleich mit unter die Dusche genommen hat“, sagte Schlüter zum Ende.

FC Bayern arbeitet sich in der Tabelle der Champions League nach oben

Der Grund für all die gute Laune am Abend: Mit zwölf Punkten aus sechs Spielen hat sich der FCB nach dem Erfolg am Dienstag unter die Top-Teams der 36er-Liga vorgearbeitet.

„Wir sind nicht gut gestartet, aber haben einfach weiter gemacht. So kann jeder etwas Spaß haben“, sagte noch der erneut stark aufgelegte Jamal Musiala nach der Partie. Mit Blick auf die weitere Saison in der Champions League sagte der Nationalspieler bei Amazon Prime. „Das Finale ist der Traum von jedem von uns. Aber wir dürfen nicht zu weit nach vorn schauen, sondern müssen uns einfach von Spiel zu Spiel verbessern.“ (oke/dpa)