Die Kölner Haie bleiben eine Sonntagsmannschaft. Während sie in der DEL-Saison 2026/27 bisher in allen fünf Freitagsspielen unterlegen waren, haben sie sonntags nun fünf von fünf Partien gewonnen. Gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven feierte der KEC vor 18.471 Zuschauern in der Lanxess-Arena ein 4:1 (1:1, 2:0, 1:0).
Es war eine gute Teamleistung der Mannschaft von Trainer Thomas Berglund, die sich im Spiel steigerte, mit Effizienz im Sturm und einer diesmal stabilen Defensive überzeugte. Zum ersten Mal in dieser DEL-Spielzeit kassierten die KEC-Profis nur ein Gegentor.
KEC-Torschütze Louis-Marc Aubry: „Darauf müssen wir aufbauen“
„Ein gutes Spiel von uns – über 60 Minuten. Das war wichtig für uns, darauf müssen wir aufbauen“, sagte der zweifache KEC-Torschütze Louis-Marc Aubry. Am Freitag hatten die Haie mit 2:4 in Iserlohn verloren. „Wir haben ein paar leichtsinnige Fehler gemacht. Wenn wir die abstellen, können wir erfolgreich sein“, stellte Stürmer Dominik Bokk fest, der bei den Roosters nach einer Schulterverletzung sein erstes DEL-Saisonspiel bestritten hatte.
Die Bremerhavener, von erheblichem Verletzungspech verfolgt, begannen konzentriert und ließen den Kölnern anfänglich wenig Raum für Angriffe. Ihr erstes Powerplay nutzten sie in der zwölften Minute zum Führungstreffer durch Phillip Bruggisser. Die Haie kamen zunächst kaum gefährlich vor das Tor von Kristers Gudlevskis. Bis in der 15. Minute der Ausgleich gelang: Aubry fälschte einen Weitschuss von Jan Luca Sennhenn zum 1:1 ab.
Das zweite Drittel verlief über weite Phasen ausgeglichen – mit Chancen auf beiden Seiten. In der 25. Minute bediente Patrick Russell den vor dem Tor lauernden Marcel Noebels, der den Puck jedoch knapp verpasste. Auf der anderen Seite kam Ex-Hai Parker Tuomie nach einem Zuspiel in den Slot frei vor Janne Juvonen zum Abschluss, doch der Kölner Torhüter fing die Scheibe (30.).
Dass die Haie dennoch mit einer Zwei-Tore-Führung in die zweite Pause gingen, lag an ihrer Effizienz. Zunächst brachte der finnische Verteidiger Valtteri Kemiläinen den KEC mit seinem sechsten Saisontor in Führung (33.). Wie üblich setzte er die Scheibe mit einem Schuss von der blauen Linie in den Winkel.
Nur 31 Sekunden später nutzten die Kölner einen Fehler der Bremerhavener zum nächsten Treffer. Bokk startete einen Konter und brachte den Puck trotz Bedrängnis von hinten vors Tor, wo der Schwede Robin Press zuschlug und sein erstes Tor für den KEC erzielte. „Wir unterstützen uns gegenseitig und bewegen den Puck schnell. Wir müssen so weitermachen“, sagte der Defensivmann in der Pause vor dem Schlussdrittel.
Und das taten sie, indem sie zunächst ein Unterzahlspiel überstanden und dann im Powerplay, ihrem zweiten im Spiel, auf 4:1 erhöhten. Aubry traf aus kurzer Distanz nach Vorarbeit von Bokk (46.) – die Vorentscheidung. Der KEC brachte den Vorsprung souverän über die Zeit.

