Belgrad – Novak Djokovic hat bei seinem Heimspiel in Belgrad am Sonntag eine überraschende Finalniederlage kassiert - mit einem 0:6 im dritten Satz. Der Weltranglistenerste verlor gegen den Russen Andrej Rublew 2:6, 7:6 (7:4), 0:6 und hielt damit das Rennen um die Nummer eins der Welt weiter offen. Ihm sei „das Benzin ausgegangen“, sagte Djokovic anschließend.
Ausgerechnet im Finale des Heim-Turniers in Belgrad stand am Ende die so ungeliebte Null. Einen Monat vor den French Open wirft die Form des Titelverteidigers mehr Fragen als Antworten auf.
„Ich kann mir nur vorstellen, dass es an der Krankheit liegt, die mich vor ein paar Wochen heimgesucht hat. Das ist ein individueller Sport, wenn etwas schiefgeht, kann der Motor nicht laufen“, erklärte Djokovic seinen Aussetzer in Belgrad später auf einem Pressetermin. Unter welcher Krankheit der Serbe litt, ließ er jedoch offen.
Paris ist weiter Djokovics „großes Ziel“
Paris sei weiter „das große Ziel“, sagte Djokovic noch auf dem Platz, „bis dahin werde ich hoffentlich bereit sein“. Noch ist der Serbe das jedenfalls nicht, das machte sein erst dritter Auftritt seit seiner unrühmlichen Abschiebung aus Melbourne vor den Australian Open deutlich. Auf dem Weg im Finale hatte Djokovic auch gegen Laslo Djere, Miomir Kecmanovic und Karen Chatschanow viel Mühe gehabt und jeweils drei Sätze benötigt.
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Im Finale gegen Rublew, immerhin die Nummer acht der Welt, fehlten dann (auch) die Kräfte. Den letzten Satz hätte Djokovic sich dennoch gerne erspart: Erst zum zwölften Mal in seiner langen Karriere kassierte der 34-Jährige ein 0:6. Letztmals war ihm das 2020 im French-Open-Finale gegen Rafael Nadal passiert, davor 2019 in Rom - ebenfalls gegen Nadal, ebenfalls im Endspiel.
Grund zur Sorge bestand zwar nicht, zur Euphorie aber eben auch nicht. „Es geht langsam bergauf. Das macht mir Mut“, sagte der Gewinner von 20 Grand-Slam-Turnieren den 8000 Zuschauern, die ihn zuvor lautstark angefeuert hatten.

Verstehen sich gut: Djokovic und Rublev
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Die Fans feierten auch Rublew, der zuvor ebenso wie Djokovic den Ausschluss russischer Spieler vom Saison-Highlight im Wimbledon deutlich kritisiert hatte. Nach dem Matchball umarmten sich beide Spieler innig und wünschten den orthodoxen Christen unter den Zuschauern ein frohes Osterfest. (oke/sid)


