Hamburg – Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat mit einer Grußbotschaft Bezug auf eine Künstler-Aktion gegen die AfD genommen. Auf der Werbebande bei der Partie gegen Dynamo Dresden am Sonntag (3:0) war zu lesen: „Der FC St. Pauli grüßt den Flyerservice Hahn“. Details dazu teilte der Club auf Anfrage nicht mit.
Fünf Millionen AfD-Flyer gesammelt, um sie später zu entsorgen
Die Botschaft richtete sich an eine Künstlergruppe, die sich „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) nennt. Diese hatte nach eigenen Angaben den Flyerservice Hahn ins Leben gerufen und im Wahlkampf der AfD angeboten, als Dienstleister Werbematerial für sie zu verteilen. Anstatt das Material zu verteilen, habe man die fünf Millionen Flyer von verschiedenen Kreisverbänden der Partei gesammelt, um sie später zu entsorgen, hatte das ZPS am vergangenen Dienstag mitgeteilt. Die AfD sprach von einem „erheblichen Schaden für die Demokratie“ und hat Strafanzeige gestellt.
Den Flyerservice Hahn selbst habe der FC St. Pauli aber nicht initiiert, heißt es aus dem Umfeld des Vereins. Weder sei das „Zentrum für politische Schönheit“ in irgendeiner Weise im Verein verankert, noch habe sich der FC St. Pauli beteiligt. Einen Gruß an die Flyervernichter war die Aktion dem Verein aber allemal wert. (dpa)
