Rasen als MatschwüsteFortuna Kölns alljährliches Problem mit dem Trainingsplatz

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Fortuna Kölns Adrian Stanilewicz grätscht den Ball im Training weg.

Fortuna Kölns Adrian Stanilewicz grätscht auf dem Trainingsplatz am Südstadion. Viele solcher Aktionen verträgt der Rasen nicht.

Aktuell kann der SC Fortuna Köln fast ausschließlich auf dem Kunstrasen trainieren.

Wie in jedem Jahr bereitet auch diesen Winter der Trainingsplatz am Südstadion dem SC Fortuna Köln Kopfschmerzen. Sobald es über längere Zeit kalt und nass ist, verwandelt sich die Rasenfläche aufgrund fehlender Drainagen nach nur wenigen Einheiten in eine matschige Wüste. Ohne einen größeren baulichen Aufwand lässt sich daran auch nicht viel ändern.

„Das sind eben die Bedingungen, damit müssen wir arbeiten“, sagte Trainer Markus von Ahlen, der seinen ersten Winter in der Südstadt erlebt. „Man muss abwägen: Vernichtet man den Platz mit einer paar Einheiten komplett und hat dann auch im Frühling noch große Probleme? Oder weicht man auf den Kunstrasen aus?“ Selbstverständlich fiel die Entscheidung auf den Kunstrasen.

Kunstrasen belastet die Spieler mehr

Doch die Arbeit auf dem viel härteren Untergrund ist „ein anderes Spiel, das Feld hat auch ein anderes Format“. Im Regionalliga-Alltag wird in der Regel auf einem Naturrasen gespielt, das künstliche Geläuf ist eine größere Belastung für Muskulatur, Knochen und Gelenke der Spieler. „Wir versuchen, uns eine Belastungsfähigkeit zu erarbeiten“, berichtete von Ahlen. „Aber unsere Jungs sind eh hart zu sich selbst, sie erwarten viel von sich.“ Man müsse natürlich dennoch auf eine gute Balance setzen, ehe es zu vermeidbaren Verletzungen komme.

Seit Mittwoch hat die Fortuna die Winter-Vorbereitung wieder aufgenommen. „Wir machen einen stabileren Eindruck als im Sommer“, lobte von Ahlen. „Körperlich robuster und emotional gefestigter. Im Sommer gab es viele neue Spieler, da musste man sich erst orientieren.“ Im Winter sind hingegen keine Transfers geplant, wie Sportchef Matthias Mink kürzlich bestätigte. Neu im Training sind nur zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, Joel Agbo (19) und Waiss Ezami (18). Arnold Budimbu und Kingsley Sarpei fehlten zuletzt erkrankt. Sascha Marquet laboriert an Fersenproblemen. Zudem muss von Ahlen noch auf die Langzeitverletzten Leon Demaj und Serkan Göcer verzichten.

Testspiel am Samstag gegen den 1. FC Saarbrücken

Am Samstag (14 Uhr) absolviert die Fortuna ihr erstes Testspiel des neuen Jahres. Gegner im Stadion des SV Fraulautern in Saarlouis ist der Drittliga-Zweite 1. FC Saarbrücken, bis Oktober 2022 Arbeitgeber von Ex-Fortuna-Coach Uwe Koschinat. Der FCS startet bereits am 14. Januar in die Meisterschaft und ist deshalb deutlich weiter in der Vorbereitung, Ziel des Klubs ist der Aufstieg. „Ich wollte solche Herausforderungen, um Erkenntnisse daraus zu ziehen“, so Trainer von Ahlen.

Für Fortuna Köln beginnt die Regionalliga West derweil früher als ursprünglich geplant. Das bereits zweimal abgesetzte Spiel beim 1. FC Bocholt soll nun am 28. Januar (14 Uhr) stattfinden. Am 4. Februar geht es regulär mit dem 21. Spieltag und dem Heimduell mit der SG Wattenscheid 09 (14 Uhr/Südstadion) weiter.

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