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Zverevs Traum vom TitelChancen, Favoriten und der Streit ums Preisgeld in Paris

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French Open - Abendspiel

Bei den French Open freuen sich die Tennisfans auch in diesem Jahr vor allem auf die Matches in der Abend-Session. (Archivbild)

Die French Open starten mit Favorit Zverev, doch ein Streit ums Preisgeld sorgt vor dem ersten Aufschlag für Ärger.

Die French Open, die als Gipfel der Sandplatzsaison gelten, starten an diesem Sonntag in Paris. Das prestigeträchtige Turnier beginnt mit einer ersten Runde, die sich über drei Tage erstreckt. Für den 6. Juni ist das Endspiel der Damen terminiert, die Herren ermitteln ihren Champion einen Tag darauf. Als Schauplatz dient das Stade Roland Garros im Bois de Boulogne, eine der weltweit traditionsreichsten Tennis-Anlagen. Der zentrale Court Philippe-Chatrier hat eine Kapazität von rund 15.000 Zuschauern.

French Open

Um diese zwei Pokale geht es. (Archivbild)

Wie stehen die Chancen für Alexander Zverev?

Auf Sand, seinem bevorzugten Belag, wird Alexander Zverev als einer der stärksten Konkurrenten angesehen. Als an Nummer zwei gesetzter Akteur könnte er erst im Endspiel auf den italienischen Weltranglistenersten Jannik Sinner stoßen. Jedoch musste Zverev in den direkten Aufeinandertreffen neun Niederlagen in Serie hinnehmen und sagte seine Teilnahme am Heimturnier in Hamburg unlängst wegen Rückenproblemen ab. Da aber andere Rivalen Schwächen zeigen, wird ein Vordringen ins Finale als realistisch bewertet.

Alexander Zverev

Will endlich seinen ersten Grand-Slam-Turniersieg feiern: Alexander Zverev (Archivbild)

Zusätzlich zu Zverev sind acht weitere deutsche Tennisprofis direkt für das Hauptfeld qualifiziert. Ihnen wurden jedoch, wie Laura Siegemund (gegen Naomi Osaka) und Daniel Altmaier (gegen Felix Auger-Aliassime), schwierige Erstrundengegner zugelost. Es ist demnach nicht auszuschließen, dass in der zweiten Woche des Turniers nur noch Zverev die deutschen Interessen vertritt.

Sinner bei den Herren klarer Favorit

Im Herrenfeld gibt es mit Jannik Sinner einen eindeutigen Favoriten. Der dominierende Akteur ist seit 29 Begegnungen ungeschlagen und konnte sechs Masters-1000-Turniere nacheinander für sich entscheiden. Weil sein Dauerrivale Carlos Alcaraz verletzungsbedingt ausfällt, könnte ihn wohl nur ein physischer Einbruch aufhalten. Einen solchen erlebte der Italiener im Halbfinale von Rom, konnte ihn aber überwinden. Die größte Möglichkeit für seine Widersacher wie Zverev und Novak Djokovic besteht darin, das Spiel zu verlängern: Sinner hat nur 6 seiner 17 Fünf-Satz-Spiele siegreich beendet.

Jannik Sinner

Der Fokus von Jannik Sinner ist stets geschärft. (Archivbild)

Bei den Damen gestaltet sich das Feld der Top-Spielerinnen wesentlich offener. Die belarussische Weltranglistenerste Aryna Sabalenka zählt ebenso zu den Anwärterinnen auf den Sieg wie Titelverteidigerin Coco Gauff aus den USA, die Kasachin Jelena Rybakina sowie Iga Swiatek aus Polen. Auch der Triumph einer Außenseiterin ist denkbar.

Streit um Preisgeld überschattet Turnierstart

Insgesamt 61,7 Millionen Euro werden bei den aktuellen French Open ausgezahlt, was einem Plus von 9,5 Prozent zum Vorjahr und sogar rund 45 Prozent zur Ausgabe von 2019 entspricht. Auch bei den übrigen Grand-Slam-Turnieren nehmen die Beträge stetig zu. Trotzdem gibt es Auseinandersetzungen um die Prämien – und es steht eine Boykott-Androhung im Raum. „Ich glaube, irgendwann werden wir das boykottieren“, sagte die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka. Gemäß Medienberichten beabsichtigen die Spieler, aus Protest die Pressekonferenzen vor Turnierbeginn bereits nach 15 Minuten zu verlassen.

Viele Tennisprofis monieren, der relative Anteil an den Gesamteinnahmen der vier Grand-Slam-Turniere in Paris, London, New York und Melbourne, der an die Spielerinnen und Spieler fließt, sei zu gering. Die Argumentation lautet: Insbesondere Profis aus der zweiten und dritten Reihe würde eine Aufstockung erheblich helfen. Tennisprofis agieren als Einzelunternehmer auf der ganzen Welt und begleichen die Kosten für Trainer und Physiotherapeuten aus der eigenen Kasse. Nur wenige sind in der Lage, sich dies mühelos zu leisten.

Wo kann man das Turnier im TV sehen?

Tennisfans werden bei Eurosport versorgt. Die wichtigsten Begegnungen sind dabei kostenfrei und frei zugänglich auf Eurosport 1 zu sehen. Der bezahlpflichtige Streamingdienst discovery+ bietet die Partien von allen 16 Courts live und auf Abruf in voller Länge an. Als Experten sind erneut unter anderem Boris Becker und Barbara Rittner beteiligt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.