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Kommentar zum 33. SpieltagDer Titelkampf, eine Reise ins Ungewisse

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In Leipzig kamen die Bayern nicht über ein 0:0 hinaus.

Eine Woche also haben wir nun Zeit, uns daran zu gewöhnen, wie es sich anfühlt, wenn die Deutsche Fußball-Meisterschaft am letzten Tag entschieden wird. Man muss schon bis 2009 zurückdenken – Nokia brachte da noch Klapphandys auf den Markt – um sich an das Gefühl zu erinnern. Das macht die geschichtliche Signifikanz des 33. Spieltags dieser Saison aus. Und wie in den Wochen zuvor ist das kein Ausdruck spielerischer Brillanz zweier Teams, die es sich auf höchstem Niveau geben und jeden Fehler des anderen sofort zu bestrafen im Stande sind, wie es derzeit in England zu sehen ist. Nein, es ist Resultat fußballerischer Normalität, dass ein Meisterschaftsaspirant wie der FC Bayern trotz überzeugender Leistung beim ebenso starken Pokalfinal-Gegner Leipzig nicht siegt. Und dass sich ein Verfolger wie Dortmund, der sich jüngst noch für geschlagen erklärte, nun doch aufrafft und dreckig gewinnt.

Wahrscheinlich wird uns die Normalität nicht lange erhalten bleiben. Und wir werden uns wieder lange erinnern müssen an dieses Gefühl. Womöglich wird es wieder Generationen von Kindern geben, die das Kribbeln im Bauch vor dem 34. Spieltag nur aus Erzählungen kennen. Aber all das ist jetzt egal. Für diese Woche ist nur wichtig, dass es so ist. Dass wir die Stunden bis Samstag, 15.30 Uhr, herunterzählen, uns erinnern an all die legendären Bundesliga-Finals und uns dann knapp zwei Stunden auf die Fahrt ins Ungewisse begeben, die sich anfühlt, als säßen wir auf dem Kindersitz auf der ersten Reise an die Nordsee. Was täten wir dafür, das Gefühl für immer halten zu können?