Kölner Stadt-Anzeiger · Community

Kommentare · 0

Abo

Bislang kein GegenkandidatCeferin strebt Wiederwahl als UEFA-Präsident an

2 min
Aleksander Ceferin

Aleksander Ceferin will UEFA-Präsident bleiben. (Archivbild)

2024 fühlte sich Aleksander Ceferin noch zu „müde“ für eine weitere Amtszeit als UEFA-Präsident. Nun tritt der Slowene erneut an – und muss Europas Widerstand gegen den FIFA-Chef anführen.

Aleksander Ceferin will sich im April 2027 als UEFA-Präsident im Amt bestätigen lassen. Einen Gegenkandidaten gibt es bislang nicht, ein solcher wäre zum derzeitigen Zeitpunkt auch chancenlos im Kampf gegen den angesehenen Ceferin, der seit September 2016 im Amt ist.

Eine der dringlichsten Aufgaben für den UEFA-Präsidenten bleibt, die Opposition gegen Infantino im Machtkampf um die Zukunft des Weltverbands zu orchestrieren. Vor allem aus Europa haben Verbände dem FIFA-Chef das Vertrauen entzogen.

Ceferin als scharfer Infantino-Kritiker profiliert

Infantino steht nach einem letztlich gescheiterten Vorstoß zur Vermarktung der WM-Rechte durch externe Investoren im Sommer massiv unter Druck. Er hatte darauf zuletzt reagiert und seinen Gegnern erstmals Gespräche über mögliche Reformen in der FIFA angeboten.

Der europäische Fußball hat bislang noch keinen Gegenkandidaten für Infantino bei der Wahl des FIFA-Präsidenten im März 2027 im marokkanischen Rabat präsentieren können. Bis zum Ende des 18. Novembers hat die Opposition Zeit, offiziell einen Bewerber zu benennen.

Eine erneute UEFA-Kandidatur Ceferins wird durch eine Statuenänderung im Jahr 2024 ermöglicht. In den Regularien des Kontinentalverbands ist eine Amtszeitbeschränkung von zwölf Jahren verankert. Weil Ceferin seine erste Amtszeit aber vom damals gesperrten Michel Platini übernahm, zählt diese nach der Anpassung nicht mehr mit.

Eigentlich hatte Ceferin vor zweieinhalb Jahren angekündigt, nicht wieder antreten zu wollen, weil er „müde“ sei und die UEFA „frisches Blut“ brauche. Diese Meinung hatte er aber intern relativ schnell wieder revidiert und verkündete nun bei dem Berliner Spitzentreffen seine erneute Kandidatur. (dpa)