Mit 63 Jahren ist die bulgarische Torhüter-Legende Borislaw Michajlow verstorben. Er war der Mannschaftsführer des bulgarischen Teams, das beim WM-Turnier 1994 in den Vereinigten Staaten das Viertelfinale erreichte. Dort gelang ein unerwarteter 2:1-Erfolg gegen den amtierenden Weltmeister Deutschland, was dessen Ausscheiden aus dem Wettbewerb bedeutete.
Den Tod seines früheren Präsidenten gab der Fußballverband Bulgariens (BFS) mit „tiefer Trauer“ bekannt, wie die dpa meldet. In der Verlautbarung wurde Michajlow als „Legende des bulgarischen Fußballs“ gewürdigt.
Historischer vierter Platz 1994
Als Torhüter absolvierte Michajlow 102 Partien für die Nationalmannschaft und war eine Schlüsselfigur der „goldenen Generation“ im Fußball Bulgariens. Der bedeutendste Triumph in der Fußballhistorie des Landes bleibt bis heute der vierte Rang, der bei dem Turnier in den USA 1994 erzielt wurde.
Michajlow war ebenso als Funktionär einflussreich. Für einen Zeitraum von acht Jahren gehörte er dem Exekutivkomitee des europäischen Fußballverbands UEFA an. Im Zeitraum von 2005 bis 2023 leitete er zudem für 16 Jahre als Präsident den nationalen Verband seines Landes.
Im Vorjahr erlitt Michajlow einen Schlaganfall und befand sich daraufhin für einige Monate in einem Koma. „Der bulgarische Fußballverband spricht der Familie, den Angehörigen und allen Trauernden sein aufrichtiges Beileid aus. Sein Andenken wird bewahrt“, wurde in einer Mitteilung erklärt. (red)
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