Zwei Weltmeister diskutieren im ZDF-Studio über die DFB-Zukunft. Im Fokus der Debatte war auch Said El Mala vom 1. FC Köln.
Diskussion um DFB-ZukunftTV-Experte Kramer sicher: El Mala ist „auf jeden Fall dabei“

Christoph Kramer hat sich zur DFB-Zukunft geäußert und dabei auch über Said El Mala gesprochen.
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Ein Umbruch steht der deutschen Nationalmannschaft bevor. Infolge der Beendigung der Zusammenarbeit mit Julian Nagelsmann (38) deutet vieles auf Jürgen Klopp (59) hin, der das Team neu formieren soll.
Aktuell werden Verhandlungen zwischen dem 59-Jährigen und dem DFB geführt. Klopp wird von vielen als idealer Kandidat für die Nachfolge des Bundestrainers angesehen. Seine bisherigen Engagements bei Mainz 05, Borussia Dortmund sowie dem FC Liverpool belegen seine Fähigkeit, Strukturen langfristig zu entwickeln.
Experten-Debatte um FC-Talent El Mala
Die Diskussion um den Bundestrainer geht mit der Forderung nach einer personellen Erneuerung in der Mannschaft einher, die von zahlreichen Fans und Experten geäußert wird. Akteuren wie Leroy Sané (30), Leon Goretzka (31), Antonio Rüdiger (33) und selbst dem Kapitän Joshua Kimmich (31) wurde beispielsweise von Mats Hummels (37) sowie Didi Hamann (52) ein Abschied aus der Nationalelf empfohlen.
Welche Akteure könnten der als festgefahren geltenden Nationalmannschaft neue Impulse verleihen? Dabei rücken vor allem die Namen Lennart Karl (18) und Said El Mala (19) in den Fokus.
Karl war ursprünglich für den deutschen WM-Kader vorgesehen, fiel aber aufgrund einer Verletzung kurz vor Turnierbeginn aus. Auch die Nominierung von El Mala wurde vielfach gefordert, Nagelsmann entschied sich jedoch knapp für Sané.
Die Personalie des Talents vom 1. FC Köln war ebenfalls ein zentrales Thema für die ZDF-Experten Christoph Kramer (35) und Per Mertesacker (41). Am Freitagabend (3. Juli) stellte Moderator Jochen Breyer (43) die Frage nach den zu erwartenden personellen Anpassungen im Team.
Kramer äußerte sich anfänglich zurückhaltend und wies darauf hin, dass die Auswahl an verfügbaren Spielern, auf die Klopp zurückgreifen könnte, kleiner sei als oft angenommen: „Das ist einfach Teil der Wahrheit. Wir müssen einfach sagen, dass wir nicht den Pool haben, dass wir im September 14 oder 15 neue Spieler sehen.“
Per Mertesacker: „Mannschaft stellen, die konkurrenzfähig ist“
Sein Kollege Mertesacker vertrat jedoch eine etwas andere Ansicht: „Aber einen interessanten Pool haben wir schon. Wenn man sich anschaut, wen wir nicht mitgenommen haben. Man hat sich gestritten über El Mala, der sich relativ jung beim 1. FC Köln etabliert hat.“
Daraufhin unterbrach Kramer seinen Weltmeister-Kollegen von 2014. Er stimmte zwar zu, dass die genannten jungen Spieler eine Rolle spielen werden, dämpfte aber die Erwartungen an einen radikalen Umbruch: „Das ist ja klar, dass die vier Namen, die du jetzt aufzählst, auf jeden Fall dabei sind. Ich sage ja nur, wir werden jetzt keine 15 neuen sehen.“
Schließlich fanden die beiden Experten jedoch zu einem Konsens. Mertesacker, dessen Aussage von Kramer bejaht wurde, führte aus: „Nein, das nicht. Aber es ist schon mal ein interessanter Pool: El Mala, Tom Bischof, Lennart Karl wird jetzt dazukommen. Wir haben auch mit Jonas Urbig jemanden mitgenommen. Also da kann sich schon wieder eine neue, junge Achse bilden. Ich finde das schon interessant.“
Mertesacker zog einen Vergleich zur Situation beim DFB-Neuanfang unter Jürgen Klinsmann (61) im Sommer 2004. Damals hätten junge Spieler Anfang 20 den Anstoß für das spätere „Sommermärchen“ 2006 gegeben.
„Es gibt da schon Möglichkeiten, wie wir mit einer Achse, die jetzt noch dabei bleibt, eine Mannschaft stellen, die konkurrenzfähig ist“, äußerte Mertesacker seine Zuversicht. (red)
