Eintracht Braunschweigs Präsidentin Nicole Kumpis bemängelt die Rahmenbedingungen für weibliche Coaches im Profifußball und fordert mehr Chancen.
Keine Frage der QualitätEintracht-Präsidentin kritisiert Hürden für Trainerinnen

Nicole Kumpis ist seit 2021 Präsidentin von Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig. (Archivbild)
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Nicole Kumpis, die Präsidentin von Eintracht Braunschweig, betrachtet die vorherrschenden Gegebenheiten als wesentliches Hemmnis für Frauen auf dem Weg zur Trainerposition im Profisport. Laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) liegt das Problem nicht in mangelnder fachlicher Kompetenz, sondern bei den „strukturellen Voraussetzungen und Chancen“. Kumpis unterstrich gegenüber der Agentur, wie entscheidend eine stärkere Präsenz von Frauen in leitenden Rollen des Profifußballs sei, ob als Trainerin, in der Verwaltung oder in den Entscheidungsgremien.
Die Berufung von Marie-Louise Eta als erste Cheftrainerin in der Bundesliga der Männer beim 1. FC Union Berlin wertete Kumpis als ein Signal, das schon lange hätte gesetzt werden müssen. Zugleich sei dieser Vorgang aber auch ein Beleg dafür, dass die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. „Solche Schritte dürften längst keine Besonderheit mehr sein“, äußerte die Präsidentin aus Braunschweig, wie die dpa berichtet.
DFB-Strategie für Frauen: Bisherige Bilanz durchwachsen
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beabsichtigt mit seiner 2021 gestarteten Initiative „Strategie Frauen im Fußball FF27“, die Beteiligung von Frauen im Fußball maßgeblich zu steigern. In Bezug auf die Trainerinnenposten in den obersten Spielklassen Deutschlands war dieses Vorhaben bislang wenig erfolgreich. In der Bundesliga der Frauen wird derzeit die Leitung von sechs der insgesamt 14 Mannschaften von einer Trainerin übernommen.
Dies wird durch die Statistik der Pro-Lizenz, der höchsten Qualifikationsstufe für Trainer in Deutschland, verdeutlicht. Von den 50 Personen, denen der DFB in den vergangenen drei Jahren diese Lizenz verlieh, befanden sich lediglich zwei Frauen: Sabrina Wittmann (FC Ingolstadt) und Eva-Maria Virsinger (TSG Hoffenheim). (red)
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