24 Jahre lang mussten die Fans der Türkei auf eine WM-Teilnahme warten. Gegen Australien ist das Team um Güler und Calhanoglu überlegen – warum am Ende aber die Socceroos feiern.
Fehlstart in WM 2026Türkei verliert zum Auftakt gegen Australien

Australien hat die Türkei zum Auftakt in die WM 2026 mit 2:0 geschlagen.
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Die Türkei hat ihr WM-Comeback nach 24 Jahren verpatzt und gegen Australien überraschend eine Niederlage kassiert. In Vancouver verlor der große Favorit 0:2 (0:1) und steht vor dem Duell mit Paraguay bereits unter Druck.
Der ehemals beim FC Bayern München unter Vertrag stehende Nestory Irankunda (27.) traf für Australien zur Führung, St.-Pauli-Profi Connor Metcalfe sorgte in der 75. Minute für das 2:0.
Australien verteidigt großartig, Türkei glücklos
Ins Duell mit Co-Gastgeber USA in Seattle können die Socceroos am Freitag in Gruppe D mit Selbstvertrauen und einer echten Chance auf die K.o.-Runde gehen.
2002 waren die Türken zuletzt für eine WM qualifiziert, für die Generation um Real Madrids Star Arda Güler und Kapitän Hakan Calhanoglu ist das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko die erste WM-Teilnahme.
Trotz der mühsamen Qualifikation über die Playoffs ging die Türkei als Favorit ins Duell mit Australien und hatte auch mit großem Abstand mehr Ballbesitz – konnte damit aber viel zu wenig anfangen. Mit teilweise neun Mann im eigenen Strafraum verteidigte Australien die Führung, für die Türkei gab es kein Durchkommen.
Das Tor durch Irankunda, der 2024/2025 für die zweite Mannschaft des FC Bayern spielte und inzwischen beim FC Watford unter Vertrag steht, fiel durch einen Konter unmittelbar, nachdem Güler die erste echte Chance für die Türkei hatte.
Auch beim zweiten Treffer nutzten die Australier eine Unachtsamkeit der drückenden Türken eiskalt aus. Metcalfe traf von außerhalb des Strafraums mit einem starken Schuss ins kurze Eck – und das nach einer Saison ohne einen Treffer für St. Pauli.
Großen Anteil am Erfolg für Australien hatte Torwart Patrick Beach, der überraschend für Kapitän Matthew Ryan spielte und zu seinem dritten Länderspiel kam. In der 57. Minute parierte er etwa einen gefährlichen Freistoß von Güler, in der 86. dann den von Calhanoglu. Kurz zuvor war St.-Pauli-Kapitän Jackson Irvine noch ins Spiel gekommen und half, den Vorsprung zu verteidigen. (dpa)
