Ex-Bundestrainer Joachim Löw stärkt Julian Nagelsmann den Rücken. Die Entscheidung für Manuel Neuer als Nummer eins sei richtig.
Lob vom Weltmeister-CoachJoachim Löw lobt die Nominierungen von Neuer, Rüdiger und Sané

Manuel Neuer (r) war in der Amtszeit von Bundestrainer Joachim Löw immer die Nummer eins im Tor. (Archivbild)
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Joachim Löw, der ehemalige Nationaltrainer, bewertet die Rückkehr von Manuel Neuer, seinem früheren Weltmeister-Torhüter, in das DFB-Team als vollkommen korrekt. Der Trainer, der 2014 den WM-Titel gewann, stärkt somit den Entschluss von Bundestrainer Julian Nagelsmann im Vorfeld des bevorstehenden Heim-Turniers.
„Oliver Baumann hat es gut gemacht“, äußerte Löw am Rande des Events „Bild 100 Sport“ in Berlin angesichts der Degradierung des Keepers aus Hoffenheim zur zweiten Wahl. „Aber natürlich ist Manu eine Persönlichkeit. Ein Trainer entscheidet aufgrund der Qualität, aber natürlich auch, was für eine Dynamik in einer Mannschaft entsteht. Manu kennt Turniere, er hat Erfahrung. Und von daher ist das eine sehr, sehr gute Entscheidung“, erläuterte der frühere Nationalcoach.
Neuer war unter Löw stets gesetzt
Der mittlerweile 38 Jahre alte Torhüter hatte bei sämtlichen bedeutenden Wettbewerben während Löws Ära, von der Weltmeisterschaft 2010 bis zur Europameisterschaft 2021, durchgehend die Position des Stammtorwarts inne. Selbst nach Verletzungspausen erhielt er vom damaligen Nationaltrainer wiederholt den Vorzug gegenüber seinem Rivalen Marc-André ter Stegen, beispielsweise im Vorfeld der WM 2018, welche für die DFB-Auswahl mit dem erstmaligen Scheitern in der Gruppenphase abschloss.
Hinsichtlich der Kritik an Julian Nagelsmanns Kommunikationsweise verhielt sich Löw reserviert. „Für Oliver Baumann ist es eine schwere Situation“, stellte der ehemalige Bundestrainer fest. Anschuldigungen formulierte er allerdings keine: „Der Trainer steht in der Verantwortung. Der Trainer trifft die Entscheidungen. Ich denke, dass er intern klar kommuniziert hat.“
Zustimmung ebenfalls für Rüdiger und Sané
Eine Befürwortung äußerte Löw ebenso für die Berufung von Verteidiger Antonio Rüdiger sowie Flügelstürmer Leroy Sané. Auf die Nachfrage, ob er diese beiden auch berücksichtigt hätte, erwiderte er: „Ja, ich denke schon.“ Rüdiger wurde als „außergewöhnlicher Verteidiger“ beschrieben, der über enorme Schnelligkeit und Stärke im Zweikampf verfüge. „Er bringt eine unglaubliche Dynamik in eine Mannschaft und kann gegen jeden Stürmer bestehen. Diese haben großen Respekt vor ihm. Diese Nominierung ist völlig berechtigt.“

Leroy Sané (l) und Antonio Rüdiger - auch Joachim Löw hätte sie nominiert. (Archivbild)
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Löw attestierte auch Sané „außergewöhnliche Fähigkeiten“. „Ich wünsche mir, dass er das mal konstant zeigt. Wichtig ist bei einem Turnier, dass du das als Spieler mal über fünf, sechs, sieben Spiele zeigst.“ Sané sei in der Lage, Partien zu entscheiden, und derartige Akteure seien notwendig. Eine pikante Note erhält diese Aussage dadurch, dass Löw persönlich Sané unmittelbar vor der Weltmeisterschaft 2018 nicht für das finale Aufgebot berücksichtigt hatte.
Mit Zuversicht blickt Löw nun auf das Turnier im eigenen Land. „Wir hoffen, dass es ein gutes Turnier wird, dass eine besondere Verbindung zwischen Mannschaft und Fans entsteht, so wie es 2014 war oder 2006, und das für unvergessliche Momente sorgen kann.“ (dpa/red)
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