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„Sind nicht auf dem Ponyhof“Matthias Sammer kontert Kritik von Oliver Bierhoff

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Matthias Sammer

Matthias Sammer ist nicht einverstanden mit Bierhoffs Aussagen. (Archivbild)

Oliver Bierhoff vermisst beim DFB echte Führungsspieler. Matthias Sammer begrüßt die Kritik, wundert sich aber über den Absender.

Matthias Sammer hat Oliver Bierhoff für seine Äußerungen zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft kritisiert. „Es ist nicht lange her, da hieß es auch von seiner Seite aus, wir brauchen in Deutschland flache Hierarchien. Ich halte das für einen der kapitalsten Fehler, die je begangen wurden, von flachen Hierarchien im Leistungssport und in einer Mannschaft zu sprechen. Das ist eine Katastrophe“, sagte Sammer in der Sky-Show „Sammer&Basile - Der Hagedorn Talk“.

Oliver Bierhoff

Der frühere Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff sieht im DFB-Team einen Mangel an echten Führungsspielern. (Archivbild)

Bierhoff (58) hatte in einem Interview mit dem „kicker“ einen Mangel an „herausragenden Persönlichkeiten mit hohen individuellen Stärken“ im DFB-Team ausgemacht. „Zudem haben wir ein Persönlichkeits- und Charakter-Thema“, sagte der frühere DFB-Manager. „Wir haben sehr professionelle und gute Spieler, aber zu wenige, die Verantwortung und Initiative auf dem Platz übernehmen.“

Sammer (59) sagte zu der Kritik: „Wir brauchen uns heute nicht zu beschweren, zu sagen, da fehlen uns ein paar Typen.“ Wenn man alle Spieler „in der Argumentation gleich behandeln“ wolle und alle Profis in der Stellung, in der Kabine, auf dem Feld gleich sein sollen, „dann brauchen wir uns doch heute nicht beschweren“. Dafür sei auch Bierhoff „natürlich ein Stück weit verantwortlich“, kritisierte Sammer. Bierhoff arbeitete 18 Jahre lang als Funktionär beim Deutschen Fußball-Bund, er war unter anderem von 2004 an langjähriger Teammanager der Nationalmannschaft und später DFB-Direktor.

„Wir sind doch nicht auf dem Ponyhof“

Sammer sagte, er selbst sei immer ein Verfechter davon gewesen, „dass es die Typen Leader, Teamplayer und Individualisten gibt“. Bereits in seiner Zeit von 2006 bis 2012 als Sportmanager des DFB sei ihm das Fehlen von Hierarchien aufgefallen. „2007 habe ich mir dann die Frage gestellt: „Hier stimmt etwas nicht.“

Und dann haben mich die Leute gefragt: „Warum?“ Ich sage: „Wir sind alle gleich. Alle gleich.“ Die sagen mir alle: „Guten Tag, Herr Sammer, die sind alle lieb und nett“ und ich denke: „Das ist schön, aber wir sind doch hier nicht auf dem Ponyhof““, sagte der frühere Nationalspieler. „Also das ist Leistungssport, da geht es auch mal rau zu, da muss es auch im Training mal scheppern, da muss es in der Kabine mal scheppern.“