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KommentarOhne Lionel Messi ist Barcelonas Neuanfang leichter

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Lionel Messi, lebende Legende des FC Barcelona

  1. Lionel Messi will den FC Barcelona noch in diesem Sommer verlassen.
  2. Die Entscheidung des Argentiniers ist wohl spätestens nach dem 2:8 gegen die Bayern gereift.
  3. Und Barca sollte sein Klub-Idol ziehen lassen – obwohl der 33-Jährige noch immer einer der besten Fußballer der Welt ist.

Köln – Noch während des desaströsen 2:8 des FC Barcelona gegen den späteren Champions-League-Sieger FC Bayern München waren zwei Dinge klar: Quique Setién, der so glücklose wie biedere Trainer der Katalanen, wird seinen Job los sein. Und dem einstigen Tiki-Taka-Giganten Barcelona steht ein gewaltiger Umbruch ins Haus.

Wenig später meldete der Verein Vollzug:  Setién ist nicht länger Trainer des FC Barcelona. Nun soll es Ronald Koeman richten. Dem Niederländer fehlt es zwar an Erfahrung mit einem Topklub, doch gelang ihm als Bondscoach der Neuaufbau der Elftal nach der verpassten WM 2018. Zudem gewann der Libero – der sich einst mit dem DFB-Trikot von Olaf Thon symbolisch den Hintern abwischte – als Spieler mit Barca viele Titel.

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Ob Koeman das auch als Trainer gelingt, wird in großen Teilen an einer Personalie hängen: Lionel Messi. Der argentinische Ausnahmekönner ist mit 624 Toren in 731 Einsätzen ein immenser Teil der ruhmreichen Klubhistorie. Nun will der Angreifer seinen Heimatklub verlassen. Nach wie vor ist Messi, 33, einer der Besten des Planeten. Doch steht ausgerechnet der sechsmalige Weltfußballer neuen Erfolgen von Barca im Weg? Vieles spricht dafür.

Messi auf sich allein gestellt

In den Glanzzeiten des Klubs war Messi stets die geniale Spitze eines grandiosen Gefüges. Zunächst unter Trainer Guardiola an der Seite von Xavi, Iniesta und Eto’o. Später mit Coach Luis Enrique und dem MSN-Sturm (Messi, Suarez, Neymar). Doch zuletzt war es nur Messi allein, der es irgendwie richten sollte. Um ihn herum wurden teure Spieler aufgestellt, die ihren Zenit überschritten hatten. Dazu eine desaströse Transferpolitik: Beim 2:8 saß Barcas 260-Millonen-Flügelzange Griezmann/Dembélé auf der Bank, 145-Millionen-Mann Coutinho schoss zwei Tore – für München.

Das 2:8 könnte das letzte Spiel von Messi für die Katalanen gewesen sein. Ein unwürdiges für einen der besten, manche sagen, den besten Fußballer aller Zeiten. Doch Barcelona sollte sein Idol ziehen lassen, noch in diesem Sommer. Eine schmerzhafte Abnabelung. Doch so könnten finanzielle Mittel für einen Neuanfang generiert und Räume geschaffen werden, damit sich die nächste Generation entfalten kann. Ohne ständig im Schatten einer lebenden Legende zu stehen.