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Razzia nach FC-PrügeleiDurchsuchungen in Köln und Nürnberg – ein Mann verhaftet

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Fans des 1. FC Nürnberg

Die Polizei hat Wohnungen von Mitgliedern der Ultra-Szene in Nürnberg und Köln durchsucht. (Symbolbild)

Razzien in Köln und Nürnberg nach einer geplanten Schlägerei von Fußball-Ultras. Ermittelt wird gegen 68 Beschuldigte.

Zwölf Monate nach einer geplanten gewalttätigen Auseinandersetzung, die auf die Zweitliga-Partie zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem 1. FC Köln im Mai 2025 folgte, hat die Polizei Razzien in mehreren Wohnungen durchgeführt. Diese fanden sowohl im Großraum Nürnberg als auch in Köln statt. Seinerzeit hatten sich im Nürnberger Stadtteil Rennweg dutzende Unterstützer der beiden Clubs für die Konfrontation versammelt. Die Anklagebehörde ermittelt gegen die Ultras wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung und Landfriedensbruch. Nach Mitteilung der Nürnberger Polizei richtet sich der Tatverdacht gegenwärtig gegen 68 Beschuldigte.

Die Razzien umfassten insgesamt elf Liegenschaften in Nürnberg selbst, in benachbarten Gemeinden und auch in Köln. Laut Polizeibericht war es für die Beamten stellenweise erforderlich, Türen gewaltsam zu öffnen, was zu materiellen Schäden führte. Verletzte gab es bei der Aktion keine. Sichergestellt wurden von den Einsatzkräften mögliche Tatbekleidung und Mobiltelefone. Von der Analyse dieser Asservate erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf zusätzliche Beteiligte.

Kokain und Dopingmittel bei Razzia gefunden

Im Zuge der Razzien entdeckten die Beamten weitere Substanzen. In einer Nürnberger Wohnung wurde Kokain beschlagnahmt. Der dortige 23-jährige Bewohner, der im Verdacht steht, auch für weitere Delikte im Kontext des professionellen Fußballs verantwortlich zu sein, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft festgenommen und einem Haftrichter präsentiert. Die Substanz Testosteron, ein Dopingmittel, wurde von den Einsatzkräften in einem anderen Objekt in Ebelsbach (Unterfranken) aufgefunden.

Verabredete Kämpfe als Trend in der Ultra-Szene

In der Ultra-Szene ist eine Zunahme von organisierten Konfrontationen zwischen Anhängergruppen unterschiedlicher Clubs zu beobachten. Oftmals nehmen daran auch Personen aus dem Kampfsportmilieu teil; die Freude an gewalttätigen Handlungen wird häufig als Beweggrund angeführt. Der Vorfall in Nürnberg stellt keine Ausnahme dar. Der Club sorgte schon 2024 für Aufsehen, weil einer seiner Spieler tätlich angegriffen wurde. Der Grund war ein Foto, das ihn im Trikot des FC Bayern München zeigte. Im Dortmunder Umland kam es ebenfalls mehrfach zu gravierenden gewalttätigen Zusammenstößen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.