DFB-Sportdirektor Rudi Völler kritisiert die USA, weil einem WM-Schiedsrichter die Einreise verweigert wurde.
Völler kritisiert EinreiseverbotSomalischer WM-Schiedsrichter darf nicht in die USA

«Ich hätte es auch gerne anders gehabt», sagt Rudi Völler zu politischen Vorgängen rund die WM.
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Kritik an der Einreiseverweigerung für den somalischen WM-Referee Omar Artan in die Vereinigten Staaten kommt von DFB-Sportdirektor Rudi Völler. „Ich hätte es auch gerne anders gehabt. Das ist nicht schön“, monierte Völler (66) im Quartier des DFB in Winston-Salem. Darüber hinaus missbillige er, dass bei anderen Mannschaften wie dem Iran politisch interveniert werde.
Der DFB-Funktionär war 48 Stunden vor dem Auftakt des Turniers sichtlich um eine diplomatische Wortwahl bemüht. „Die genauen Hintergründe, warum der Schiedsrichter nicht reingelassen worden ist (ins Land), kann ich nicht beurteilen. Ich würde es gerne beantworten, glauben Sie mir. Ich habe keine Angst, irgendwelche politischen Fragen zu beantworten“, führte Völler aus.
Völler befürchtet weitere politische Störfeuer
„Es ist schade. Aber wir sind auch die falschen Ansprechpartner für Probleme, die jetzt gewesen sind und auch noch kommen werden“, äußerte der frühere DFB-Teamchef. In Kanada, Mexiko und den USA erlebt Völler seine fünfte WM in einer dritten Rolle. „Mein Bauchgefühl sagt mir, es wird nicht die allerletzte Geschichte gewesen sein. Wir versuchen, uns auf den Fußball zu konzentrieren, eine gute WM zu spielen.“
FIFA bestätigt Ausfall des Schiedsrichters
Zuvor hatte der vom Weltverband FIFA für das Turnier nominierte Unparteiische „sehr, sehr enttäuscht“ auf die Verweigerung seiner Einreise reagiert. Der „New York Times“ gegenüber gab er an, dass ihm keine formellen Versäumnisse unterlaufen seien: „Ich hatte die richtigen Papiere und alles andere. Ich hatte das richtige Visum.“ Die Afrikanische Fußball-Konföderation (CAF) hatte Artan im Jahr 2025 als Referee des Jahres geehrt.
Wie die FIFA auf dpa-Anfrage bestätigte, wird Artan bei der WM weder trainieren noch eingesetzt werden können. Von den US-Behörden sei man zudem darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass sich der Status des Unparteiischen gegenwärtig nicht verändern werde. (dpa/red)
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