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WM-HalbzeitshowBeckenbauer-Vergleich für Bieber – Klopp schwärmt

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Justin Bieber singt in der Halbzeitshow.

Justin Bieber sang bei der Halbzeitshow live – anders als der Großteil der anderen Künstler.

Die Halbzeitshow beim WM-Finale spaltet die Gemüter. Besonders Justin Biebers Auftritt sorgt für einen kuriosen Vergleich.

Eine gigantische Halbzeitshow beim WM-Endspiel. Die Meinungen darüber gehen jedoch weit auseinander. Das Pausenprogramm war eine farbenfrohe und zugleich kontrovers aufgenommene Darbietung.

Die Show bot ein großes Aufgebot an Prominenz. Neben Musikgrößen wie Madonna, Shakira, BTS, Justin Bieber und Chris Martin traten auch die brasilianischen Fußball-Ikonen Ronaldo und Ronaldinho auf. Ergänzt wurde die Show durch Charaktere aus der Muppet-Show sowie die von den Darstellern Jason Sudeikis und Brendan Hunt gespielten Figuren „Ted Lasso“ und „Coach Beard“ aus der Kult-Serie über einen Fußballtrainer.

Die Einschätzungen bei den TV-Experten fielen unterschiedlich aus. Bei MagentaTV zeigte man sich positiver gestimmt als im ZDF, wo Christoph Kramer und Per Mertesacker verhalten reagierten. Die ehemalige Nationalspielerin Tabea Kemme zeigte sich enthusiastisch: „Ich liebe das ja, wenn Kunst, Kultur, Musik und Sport aufeinandertreffen. Also mein Herz ist voll“.

Sorge um Spieler und Lob von Jürgen Klopp

Jürgen Klopp fand ebenfalls Gefallen an dem typisch amerikanischen Entertainment-Programm: „Die Highlights dieser ersten Halbzeit haben in der Halbzeit stattgefunden, das kann man, glaube ich, sagen. Also, es war großartig.“

Tatsächlich war die vorangegangene Spielhälfte zwischen Spanien und Argentinien eine von Taktik geprägte Begegnung mit nur sehr wenigen Torgelegenheiten.

Kramer hätte auf die opulente Show verzichten können, räumte aber ein: „Ich glaube, dass sich der Fußball da schweren Herzens dran gewöhnen muss, ob man das jetzt gut oder schlecht findet. Ich persönlich mag’s jetzt nicht so.“ Sein Kollege Mertesacker wies auf die potenzielle Gefahr hin, dass die unüblich lange Unterbrechung das Verletzungsrisiko für die Profis erhöhen könnte. Insgesamt war das Spiel für 27 Minuten statt der sonst üblichen 15 unterbrochen.

Sängerin Madonna tritt mit den Ex-Fußballern Ronaldinho (l) und Ronaldo bei der Halbzeitshow auf.

Madonna kam mit den brasilianischen Fußball-Legenden Ronaldo und Ronaldinho ins Stadion.

Einige Künstler griffen auf Playback zurück, wohingegen Justin Bieber seinen Song live und nur von seiner Gitarre begleitet darbot. Johannes B. Kerner bei MagentaTV zog daraufhin einen bemerkenswerten Vergleich: „Wie einst Franz Beckenbauer nach dem WM-Finale 1990.“ Der Fußball-Kaiser ging damals ganz allein durch das Olympiastadion, während die Spieler den WM-Titel feierten.

Oasis-Frontmann Liam Gallagher, dessen Lieder die englischen Partien musikalisch untermalten, veröffentlichte auf X den Kommentar: „Justin rules“. Ihm schien Biebers ruhige Singer-Songwriter-Darbietung gefallen zu haben. Den Rest der Show bezeichnete er als „schlechten Trip“.

In den sozialen Netzwerken zeigten sich die deutschen Zuschauer, ähnlich wie die Experten, geteilter Meinung. Ein Nutzer auf der Plattform X schrieb: „Fand die Halbzeitshow gar nicht so schlecht. Gönne es den Amerikanern, auch mal ein paar positive Vibes präsentieren zu dürfen neben dem alltäglichen Wahnsinn.“

Es fanden sich jedoch auch zahlreiche kritische Stimmen. „Nach dieser Halbzeitshow kann man abschließend ganz offen und ehrlich sagen: Das war die schlechteste WM-Veranstaltung aller Zeiten“, äußerte sich ein Kommentator. Ein weiterer befand: „Halbzeitshow war echt ein Witz. Zusammenhanglose Stars ohne Konzept. Hätte man sich sparen sollen.“ (red)