Durch die Zeitverschiebung finden viele WM-Spiele in der Nacht statt. Hier gibt es zum Frühstück den Überblick.
WM-Nacht im ÜberblickUS-Team geht nach Balogun-Skandal unter

Folarin Balogun durfte gegen Belgien spielen, konnte die deutliche Niederlage aber nicht verhindern.
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Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada ist für viele Fans wegen der Zeitverschiebung eine echte Herausforderung. Hier gibt es den Überblick über die wichtigsten WM-News aus der Nacht von Montag auf Dienstag.
Die von Präsident Donald Trump befeuerte Pathos-Party der USA hat bei der Fußball-WM ein jähes Ende gefunden. Das Team um Stürmer Folarin Balogun, der nach einer Roten Karte im vorausgehenden Spiel seine Sperre vom Weltverband FIFA überraschend erlassen bekommen hatte, verlor im Achtelfinale von Seattle verdient mit 1:4 (1:2) gegen Belgien und muss den Traum vom ersten Triumph bei einer WM früher als erhofft abhaken.
Vor 66.925 Zuschauern – darunter auch der schwer in der Kritik stehende FIFA-Präsident Gianni Infantino – zeigte der letzte verbleibende Co-Gastgeber seinen mit Abstand schwächsten Turnierauftritt. Zuvor waren auch Kanada (0:3 gegen Marokko) und Mexiko (2:3 gegen England) ausgeschieden.
Weil der Entscheidung zum Aussetzen der Sperre auf Bewährung für Stürmer Balogun ein Telefonat zwischen Präsident Trump und Verbandsboss Infantino vorausging, entwickelte sich der Fall in den vergangenen eineinhalb Tagen zu einem der größten Fußball-Skandale in der WM-Historie. Infantino sah am Montag (Ortszeit) aus einer Loge zu, wurde aber anders als bei den meisten weiteren Partien nicht groß auf den Stadionleinwänden eingeblendet.
Ronaldos WM-Karriere endet mit Tränen
Spanien hat Cristiano Ronaldo einen bitteren Abschied von der WM-Bühne beschert und seine eigenen Titelansprüche untermauert. Der Europameister feierte dank des späten Treffers von Joker Mikel Merino (90. +1 Minute) einen 1:0 (0:0)-Sieg gegen Portugal und zog erstmals seit dem Titelgewinn 2010 wieder in ein WM-Viertelfinale ein.
Der 41-jährige Ronaldo agierte in seinem höchstwahrscheinlich letzten WM-Spiel glücklos, blieb ohne Treffer und wird seine beeindruckende Karriere nicht mit dem WM-Triumph krönen. Nach dem Spiel vergoss er bittere Tränen.
„Geht nicht“: Schweinsteiger kritisiert FIFA im Fall Balogun
Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger hat die FIFA für ihr Verhalten in der Causa Folarin Balogun kritisiert. „Es darf nicht dazu kommen, dass Staaten eingreifen“, sagte der 41-Jährige in seiner Rolle als TV-Experte der ARD. „Das geht nicht.“ Der ganze Vorgang werfe kein gutes Licht auf den Fußball-Weltverband. Er könne die Entscheidung „nicht nachvollziehen“.
Balogun hatte beim 2:0 der USA im WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, die FIFA die Sperre des Stürmers dann aber zur Bewährung ausgesetzt. Im Achtelfinale gegen Belgien konnte US-Trainer Mauricio Pochettino den 25-Jährigen dann also doch einsetzen. Die 1:4-Niederlage des Mitgastgebers konnte allerdings auch Balogun nicht verhindern. Der ganze Vorgang hatte für reichlich Wirbel gesorgt. Für harsche Kritik sorgte insbesondere, dass es zuvor ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino gegeben hatte.
WM-Aus für Ex-Kölner Córdoba
Für Kolumbiens ehemaligen Bundesliga-Profi Jhon Córdoba ist die WM vorzeitig beendet. Das bestätigte Trainer Néstor Lorenzo einen Tag vor dem WM-Achtelfinale der Südamerikaner gegen die Schweiz an diesem Dienstag (22.00 Uhr MESZ Magenta TV und ARD) in Vancouver. „Er wird den Rest des Turniers nicht mehr spielen können“, sagte Lorenzo: „Er steht uns leider nicht mehr zur Verfügung.“
Der 33 Jahre alte Mittelstürmer hatte sich beim Sieg im Sechzehntelfinale gegen Ghana eine Muskelverletzung zugezogen. Details dazu nannte Lorenzo nicht. Er bestätigte aber, dass ein Virus die Runde gemacht habe unter den Spielern. Es seien jedoch alle fit, es gehe allen gut. Laut der kolumbianischen Zeitung „El Tiempo“ erlitt Córdoba einen Muskelfaserriss im linken Adduktorenmuskel. Córdoba spielte in Deutschland für den FSV Mainz, den 1. FC Köln und Hertha BSC. Seit dem Sommer 2021 steht der Angreifer bei FK Krasnodar in Russland unter Vertrag. (dpa)