Der Hamburger hat seinen ersten US-Open-Titel gewonnen. Doch statt den Abend des Deutschen zu feiern, beendet John McEnroe die TV-Übertragung mit einem Satz, der viele Fans verstört.
Kurz nach MatchballTennis-Legende stichelt im TV plötzlich gegen Alexander Zverev

Alexander Zverev küsst den Siegerpokal der US Open in New York.
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Alexander Zverev hat am späten Sonntagabend in New York seinen bislang größten Triumph gefeiert. Der 29-jährige Deutsche besiegte den Amerikaner Ben Shelton im Finale der US Open mit 6:3, 7:6 (7:2), 5:7, 6:2 und holte damit seinen zweiten Grand-Slam-Titel des Jahres – nach dem Erfolg bei den French Open im Frühsommer. Sechs Jahre nach der schmerzhaften Finalniederlage gegen Dominic Thiem 2020 war der Bann gebrochen. Doch der Abend endete nicht nur mit Jubel und Trophäe.
Kurz nach dem Matchball sprach Kommentator John McEnroe beim US-Sender ESPN die Worte, die seither für Diskussionen sorgen: „Werdet gesund, Carlos und Jannik! Bitte.“ Er bezog sich dabei auf Carlos Alcaraz und Jannik Sinner, die beiden dominierenden Spieler der vergangenen Jahre.

Ist ein Freund der kritischen Worte: John McEnroe
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McEnroes Kommentar überschattet Alexander Zverevs großen Abend
Sinner hatte das Turnier wegen einer Knieverletzung komplett verpasst und Alcaraz war nach einer Verletzungspause im Viertelfinale an Shelton gescheitert. McEnroes Schlusswort wirkte auf viele Zuschauer wie eine Relativierung von Zverevs Leistung.
In den sozialen Netzwerken entlud sich der Unmut rasch. Die Fans warfen dem siebenfachen Grand-Slam-Sieger vor, den großen Moment des Deutschen zu schmälern und unnötigerweise den Fokus auf die Abwesenden zu lenken. „Nicht der richtige Zeitpunkt“, hieß es mehrfach. Andere nannten den Kommentar respektlos oder sogar „bitter“.
Dabei hatte der ehemalige Weltstar den neuen Champion im Laufe der Partie durchaus gewürdigt. Er bezeichnete Zverev als den besseren Spieler des Tages und hob dessen strategische, emotionale und physische Stärke in den Best-of-Five-Matches hervor. Auch die Prognose, dass Zverev das Jahr als Nummer eins abschließen werde, kam von McEnroe. Sein abschließender Wunsch nach der Genesung von Alcaraz und Sinner stand dazu jedoch in einem auffälligen Kontrast.
In seiner Siegeransprache und im anschließenden Interview betonte der Sieger selbst, wie sehr er und sein Team über Jahre hinweg gelitten und gearbeitet hätten. Auf die Frage, ob er nun der beste Spieler der Welt sei, antwortete er zurückhaltend: „Mit den Verletzungen von Sinner und Alcaraz möglicherweise ja, aber bei voller Gesundheit der beiden wahrscheinlich nicht.” Dass ausgerechnet McEnroe den Abend mit einem Blick auf genau diese beiden beendete, wird Zverev kaum überrascht haben. Der US-Amerikaner war schon in der Vergangenheit kein uneingeschränkter Bewunderer des Deutschen. (mbr)
