Die Kölner Haie verloren gegen die Schwenninger Wild Wings mit 3:4 nach Penaltyschießen. Es war die dritte Niederlage im dritten Spiel gegen das Team aus dem Schwarzwald in dieser Spielzeit.
3:4 nach PenaltyschießenKölner Haie verlieren knapp gegen Schwemminger Wild Wings

Kampf um den Puk am Koelner Tor zwischen Alexander Roach Koelner Haie, 77 und Brandon Defazio ERC Schwenninger Wild Wings.
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Die Schwenninger Wild Wings sind auf einem guten Weg, zu einem Angstgegner der Kölner Haie in der DEL zu avancieren. Vor 9411 Zuschauern in der Lanxess-Arena verlor der KEC am Mittwoch mit 3:4 (1:1, 1:1, 1:1/0:0/0:1) nach Penaltyschießen gegen das Team aus dem Schwarzwald.
Es war die dritte Niederlage der Haie gegen Schwenningen im dritten Saisonduell. „Wir hatten genug Chancen, das Unterzahlspiel war heute ein Faktor“, sagte der kanadische Haie-Stürmer Zach Sill nach der wechselhaften Begegnung in Anspielung darauf, dass die Gäste zweimal bei Überzahl trafen.
Haie starten furios
Dabei hatten die Kölner einen Traumstart aufs Eis gelegt. Nach nur 21 Sekunden erzielte Verteidiger Nick Bailen mit einem trockenen Flachschuss das 1:0, Schwenningens Torhüter, der frühere Junghai Marvin Cüpper, war ohne Chance. Es gelang den Kölnern danach jedoch in dieser insgesamt hektischen Begegnung nicht, das Geschehen auf dem Eis zu kontrollieren. Für Verwirrung sorgten die Schiedsrichter, die das Spiel bei angezeigter Strafe gegen die Schwenninger, die im Angriff waren, weiterlaufen ließen. Erst nachdem die Gäste Sekunden später den Puck im Kölner Tor untergebracht hatten, pfiffen die Referees ab. Und gaben die Strafe, nicht den Treffer.
Die Haie hatten danach Torchancen, versäumten es aber, die Führung auszubauen. Als etwa zehn Minuten gespielt waren, wurden die Gäste, begünstigt auch durch Unaufmerksamkeiten der Kölner, zusehends stärker. Und sie waren effektiv. In ihrem ersten Überzahlspiel traf Tyson Spink zum 1:1 (14.).
Thuresson, Kammerer und Bailen vergeben
Nach der ersten Pause hatten die Haie erneut einen starken Beginn, und wieder war es Bailen, der die Kölner jubeln ließ. Der Verteidiger, vor dem Tor postiert, verwandelte ein Zuspiel von Andreas Thuresson geschickt zum 2:1 (24.). Der zweite Abschnitt verlief überhaupt ähnlich wie der erste. Wieder fanden die Wild Wings nach dem KEC-Treffer besser ins Spiel, und wieder kamen sie im Powerplay zum Ausgleich. Diesmal traf Miks Indrasis (39.). Bei seinem Schuss war Haie-Torhüter Mirko Pantkowski die Sicht versperrt.
Das Schlussdrittel begann mit dem Tor zum 3:2 der Schwenninger. Ein Weitschuss ging an Pantkowskis Kasten vorbei, der Puck prallte von der Bande nach vorn. Tylor Spink, Zwillingsbruder von Tyson Spink, nahm ihn auf und verwandelte (43.). Das Spiel wurde nun wild. In der 49. Minute verhinderte Pantkowski mit einer Parade nach einem Alleingang von Ken André Olimb einen weiteren Gegentreffer. Im Gegenzug fiel der Ausgleich für Köln. Thuresson stocherte die Scheibe im dritten Nachsetzen über die Linie. Bis zum Ende der regulären Spielzeit ging es hin und her. Ein Tor fiel nicht mehr, so ging die Partie in die Verlängerung, in der Jason Bast nach 61 Sekunden eine Strafe kassierte. Die Haie überstanden es, sodass es Penaltyschießen gab, in dem Tyson Spinks der Siegtreffer glückte, während die Kölner Thuresson, Kammerer und Bailen vergaben.
Kölner Haie: Pantkowski - Stanton, Bailen - Dietz, Roach - Austin, Sennhenn - Glötzl - Kammerer, Aubry, Thuresson - Proft, McIntyre, Bast - Baptiste, Matsumoto, Ferraro - Oblinger, Sill, Üffing. – Zuschauer: 9411. – Schiedsrichter: Gofman, Iwert. – Strafminuten: Köln 8/Schwenningen 6. – Tore: 1:0 Bailen (0:21), 1:1 Tyson Spink (13:48), Bailen 2:1 (23:35), 2:2 Indrasis (38:56), 2:3 Tylor Spink (42:34), 3:3 Thuresson (49:01). 3:4 Tyson Spinks (Penalty).

