Die Kölner Haie haben am Sonntag gegen die Augsburger Panther mit 5:2 gewonnen - und ließen sich auch von den Schiedsrichtern nicht aus dem Konzept bringen.
Sieg im Rhein-Energie-StadionKölner Haie trotzen schwerem Schiri-Fehler nach Videobeweis

Kölns Jan Luca Sennhenn freut sich über sein Tor zum 3:2 und klatscht mit Mitspielern ab.
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Uwe Krupp wirkte erleichtert, als es vorbei war und er seinen Haie-Profis ein Lob aussprechen konnte: „Wir haben ein gutes und solides Spiel gemacht“, sagte der Coach am Sonntag nach dem 5:2 des KEC gegen die Augsburger Panther, erzielt am Sonntag unter freiem Himmel im Rhein-Energie-Stadion. „Insgesamt war es eine positive Erfahrung für uns“, fügte er hinzu.
Dreimal, am 3. Dezember im Winter Game gegen Mannheim (4:2), am 22. Dezember in der DEL-Partie gegen Bremerhaven (1:2) und schließlich am Sonntag gegen die Panther, ist der KEC in Müngersdorf angetreten. Fortan finden die Begegnungen wieder in Deutz unter dem Dach der Lanxess-Arena an. „Wir sind gut mit den Spielen außerhalb unserer Routine umgegangen“, bilanzierte Krupp. Und das in einer Phase der DEL-Saison, in der die Kölner Profis besonders beansprucht werden, die Partie gegen Augsburg war ihre vierte innerhalb von einer Woche.
Fehlentscheidung brachte KEC nicht aus dem Konzept
Trotzdem spielten die Haie am Sonntag konzentriert und dynamisch – und ließen sich auch von den Schiedsrichtern nicht aus dem Konzept bringen. Das Referee-Duo Roman Gofman und Sirko Hunnius erkannte beim Stand von 0:0 in der 25. Minute nach Videobeweis ein Tor des KEC-Stürmers Nick Baptiste nicht an. Dabei war auf den TV-Bildern von Magenta Sport, die die Schiedsrichter auch sehen können, zu erkennen, dass der Puck die Linie in Wahrheit überquert hatte.
Diese Fehlentscheidung brachte den KEC aber nicht aus dem Konzept, zwar fiel bald darauf der Führungstreffer der Gäste. Doch mit einem Doppelschlag innerhalb von 22 Sekunden ebnete Maxi Kammerer dem KEC noch im zweiten Drittel den Weg zum Sieg. Für die Haie ist es gut gegangen, peinlich für die Liga ist allerdings, dass sich kurz zuvor ein ähnlicher Vorfall mit einem weniger glimpflichen Ende für das betroffene Team ereignete.
Fehlentscheidung nach Videobeweis auch bei Iserlohn und Bremerhaven
Am Freitag gaben die Schiedsrichter Gofman und Benjamin Hoppe in der DEL-Partie zwischen Iserlohn und Bremerhaven nach Videobeweis einen vermeintlichen Treffer der Roosters, der, wie die TV-Bilder klar zeigten, keiner wahr. Bremerhaven verlor die Partie mit 4:5, woraufhin die Liga in einer Mitteilung um Entschuldigung für den Fauxpas bat. Den Protest der Bremerhavener gegen die Wertung der Partie lehnte sie jedoch ab, da es sich um eine Tatsachenentscheidung auf dem Eis handelte.
Über verlorene Punkte mussten sich die Haie nicht ärgern, sie freuten sich vielmehr darüber, dass sie sich ausruhen können, da erst am Freitag das nächste Spiel auf dem Plan steht, eine Auswärtspartie bei den Adlern Mannheim.
Geschäftsführer Philipp Walter wirkte seinerseits erleichtert, dass die Freiluftsaison des KEC sportlich und logistisch erfolgreich beendet wurde. „Unter den gegebenen Umständen war es für uns die beste Lösung, im Stadion zu spielen“, sagte er. Da die Lanxess-Arena nicht genügend Termine frei hatte, hätte der Verein sonst nur die Option gehabt, nach dem Winter Game für zwei DEL-Spiele in eine andere Stadt auszuweichen. „Das wäre wirtschaftlich noch schlechter gewesen“, meinte Walter, der über die Open-Air-Einnahmen des KEC nur sagte: „Man muss das am Ende im Gesamtbudget sehen.“
Klar scheint für ihn aber zu sein, dass sich die Haie nicht um das DEL Winter Game 2024 bewerben wollen – Walter: „Aktuell ist das keine Option für uns.“

