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Kölner Haie bleiben selbstkritischZwischen Rekordjagd und Olympiapause

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Eishockey Penny-DEL 41. Spieltag Kölner Haie - Iserlohn Roosters am 18.01.2026 in der Lanxess Arena in Köln v.l.n.r. , Johannes Huss  Iserlohn , Patrick Russell  Köln , Andreas Jenike  Iserlohn , Macoy Erkamps  Iserlohn  Gemäß den Vorgaben der DEL Deutsche Eishockey Liga ist die Publikation und Weiterverwertung der Aufnahmen in elektronischen Medien und Endgeräten aller Art während des laufenden Spiels nicht zulässig. *** Ice Hockey Penny DEL 41 Matchday Cologne Sharks Iserlohn Roosters on 18 01 2026 at the Lanxess Arena in Cologne f l n r , Johannes Huss Iserlohn , Patrick Russell Cologne , Andreas Jenike Iserlohn , Macoy Erkamps Iserlohn According to the regulations of the DEL German Ice Hockey League, the publication and further utilization of the recordings in electronic media and end devices of all kinds during the ongoing game is not permitted xDMx

Patrick Russell (m.) im Spiel gegen die Iserlohn Roosters

Sollten die Haie am Freitag in Schwenningen siegen, wäre es der 15. Erfolg in Serie und die Einstellung der Liga-Bestmarke.

Bevor in der kommenden Woche die Olympiapause beginnt, müssen die Kölner Haie noch dreimal innerhalb von fünf Tagen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aufs Eis gehen. Nach einer Auswärtspartie in Schwenningen am Freitag (19.30 Uhr) folgen Heimspiele am Sonntag (16.30 Uhr) gegen Nürnberg und am Dienstag (19.30 Uhr) gegen Frankfurt. Die Begegnungen in der Lanxess-Arena werden wieder ausverkauft sein – zum fünften und sechsten Mal in Serie sowie zum insgesamt zehnten und elften Mal in dieser Spielzeit. Die Auslastung der beim Eishockey 18.600 Besucher fassenden Halle liegt bei 97 Prozent, ein Rekordwert der Haie in dieser bemerkenswerten DEL-Saison.

Kölner Haie üben Selbstkritik

Sollte die Mannschaft von Trainer Kari Jalonen auch in Schwenningen siegen, wäre es der 15. Erfolg nacheinander, womit sie die Rekordmarke der Adler Mannheim aus der Spielzeit 2001/02 egalisieren würden. Und natürlich wollen die Haie dieses Ziel angreifen. Allerdings sind Spiele bei den Wild Wings immer speziell, da die Eisfläche dort NHL-Maße hat: Sie ist 60 Meter lang, aber nur 26 Meter breit – vier Meter schmaler als die meisten anderen Spielflächen in der DEL.

„Wir erwarten ein sehr schweres Spiel auf einer kleinen Eisfläche, die immer wieder etwas ungewohnt ist“, sagt Haie-Kapitän Moritz Müller und fügt hinzu: „Wir wollen weiter gewinnen und haben die eigene Erwartung, ein gutes Spiel zu zeigen. Wir haben uns noch einmal zusammengesetzt – uns geht es darum, in jedem Spiel eine gute Leistung zu bringen, und damit wollen wir am Freitag anfangen.“ Trotz der vielen Siege sind er und seine Teamkollegen offensichtlich selbstkritisch geblieben: „Wir fanden, dass zuletzt Spiele dabei waren, mit denen wir leistungstechnisch nicht ganz so zufrieden waren.“

Der 4:2-Erfolg gegen Iserlohn am vergangenen Sonntag war dafür ein Beispiel. Die Defensivleistung des KEC war gewohnt stabil, die Offensive funktionierte jedoch eher stockend. Doch das war am Ende zweitrangig. Denn zurzeit ist das Haie-Team so gefestigt, dass es auch an weniger guten Tagen punktet. Und natürlich hoffen alle Beteiligten, dass die Form in der Olympiapause nicht verloren geht, die nach dem Dienstagsspiel beginnt und bis zum 25. Februar dauert.

Neben Moritz Müller ist von den Haien Parker Tuomie bei den Winterspielen in Mailand für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft im Einsatz. Patrick Russell und Frederik Storm gehen für die Auswahl Dänemarks aufs olympische Eis. Die übrigen Haie-Profis sind in dieser Zeit ausschließlich dem KEC verpflichtet.

Turnier in der Olympiapause

Der Kölner Plan zur Überbrückung der Unterbrechung sieht vor, dass die Spieler nach der Partie gegen Frankfurt bis zum Wochenende frei haben. Anschließend treffen sie sich wieder zum Training in der Kölnarena 2. Damit die Haie nicht aus dem Spielrhythmus kommen oder sich gar langweilen, nehmen sie vom 13. bis 15. Februar an einem Turnier im tschechischen Pardubice teil – neben dem HC Dynamo Pardubice, den Straubing Tigers und dem SC Bern. Die Haie reisen am 11. Februar an, allerdings ohne ihren Chefcoach. Jalonen wird definitiv nicht dabei sein.

Der 66-Jährige ist während der kompletten Winterspiele als Eishockey-Kommentator für das Fernsehen seiner finnischen Heimat gebucht. Seine Assistenten Manuel Kofler und Frederik Norrena kümmern sich in dieser Zeit um die Haie-Mannschaft, in enger Absprache mit Jalonen. Nach der Pause stehen noch acht DEL-Spieltage auf dem Programm, ehe die Playoffs beginnen.