Abo

KEC im HöhenflugKölner Haie mit drittem Heimspiel in Serie vor ausverkauften Rängen

4 min
Eishockey Penny-DEL 22. Spieltag Kölner Haie - Mannheimer Adler am 25.11.2025 in der Lanxess Arena in Köln Nate Schnarr  Köln , rechts - bejubelt einen verwandelten Penalty Gemäß den Vorgaben der DEL Deutsche Eishockey Liga ist die Publikation und Weiterverwertung der Aufnahmen in elektronischen Medien und Endgeräten aller Art während des laufenden Spiels nicht zulässig. *** Ice Hockey Penny DEL 22 Matchday Cologne Sharks Mannheim Eagles on 25 11 2025 at the Lanxess Arena in Cologne Nate Schnarr Cologne , right cheers a converted penalty According to the regulations of the DEL German Ice Hockey League, the publication and further utilization of the recordings in electronic media and end devices of all kinds during the ongoing game is not permitted xDMx

Eckpfeiler im Kölner Kader: Nate Schnarr (r.)

Am Freitagabend ist Straubing zu Gast in der Lanxess-Arena. Derweil hofft Köln auf eine Vertragsverlängerung von Nate Schnarr.

Die Kölner Haie befinden sich in einer Phase, in der sportlicher Erfolg und Publikumsresonanz sich so perfekt ergänzen, dass es wie ein sportlicher Traum anmutet. Ihre Erfolgsserie auf dem Eis bauten die KEC-Profis, die das DEL-Klassement mit fünf Punkten Vorsprung anführen, im letzten Spiel des Jahres 2025 auf sieben Siege aus – durch das 7:4 am Dienstag in Iserlohn. Seit Mitte November punkteten sie in jeder Begegnung. Auch mit Blick auf den Zuschauerzuspruch bewegt sich der KEC in geradezu himmlischen Sphären.

Wenn das Haie-Team am Freitag (19.30 Uhr) in der ersten Partie des Jahres 2026 gegen die Straubing Tigers antritt, wird die Lanxess-Arena zum dritten Mal nacheinander und zum siebten Mal in der DEL-Saison 2025/26 mit 18.600 Besuchern ausverkauft sein. Der Zuschauerschnitt liegt damit nach 19 von 26 Hauptrunden-Heimpartien bei 17.931 Besuchern, was einer Auslastung von etwa 96,5 Prozent entspricht. Anders ausgedrückt: Die Haie haben viele Gründe, selbstbewusst zu sein. Und es verwundert nicht, dass Kapitän Moritz Müller unlängst sagte, er und seine Teamkollegen hätten in diesem Jahr „noch viel vor“.

Nate Schnarr kehrt schnell nach Köln zurück

Müllers Teamkollege Nate Schnarr verdiente sich zum Jahresausklang einen Eishockey-Orden für besonders vorbildlichen Einsatz. Der 26-jährige Stürmer war beim Spengler Cup in Davos für Team Kanada im Einsatz. Nach dem Aus seiner Mannschaft im Viertelfinale mit einem 1:5 gegen Sparta Prag am Montag ging Schnarr jedoch nicht mit seinen Landsleuten aus, um ein paar Frustbiere zu trinken. Stattdessen nahm er umgehend Kontakt zu den Haien auf, damit sie ihm die Rückreise organisierten.

Um halb vier am frühen Dienstagmorgen machte sich Schnarr von Davos aus auf den Weg zum Züricher Flughafen, traf am Vormittag in Köln ein – und stand am Abend bereits mit dem KEC in Iserlohn auf dem Eis. Er kam auf 16:22 Minuten Eiszeit und steuerte einen Assist zum Sieg bei. „Nate ist jeden Tag voll im Training, präsent in der Kabine, und man merkt ihm an, dass er Ziele hat. Er steht nicht am Ende seiner Laufbahn, sondern will noch etwas erreichen“, sagte Haie-Sportdirektor Matthias Baldys. Die Sympathie beruht auf Gegenseitigkeit. Schnarr selbst erklärte unlängst: „Ich war noch nie in einer besseren Kabine. Wir haben einen guten Mix aus jungen und älteren Spielern. Jeder kann er selbst sein und Spaß haben.“

Haie wollen Vertrag mit Nate Schnarr verlängern

Als die Haie Schnarr im Sommer aus der finnischen Liga nach Köln holten, machten sie keine Angaben zur Laufzeit seines Vertrags. Es deutet jedoch einiges darauf hin, dass die Vereinbarung nach dieser Spielzeit endet. Denn wie zu hören ist, finden Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit statt. Ob Schnarr bleibt, ist allerdings noch offen. Baldys sagte dazu: „Wir kommunizieren immer nur das, was offiziell entschieden ist. Alles andere wäre Spekulation.“

Grundsätzlich befasst sich der Verein lieber mit der Gegenwart als mit der Zukunft. Abgesehen davon, dass die Haie-Profis beim Erfolg in Iserlohn zwar nicht perfekt spielten, aber mit Geschlossenheit und Siegeswillen überzeugten, hinterließ auch Torhüter Felix Brückmann einen starken Eindruck. Bei seinem Comeback nach mehr als zweimonatiger Verletzungspause fing der 35-Jährige sicher und routiniert. Trainer Kari Jalonen kann damit mit Brückmann als stabilem Ersatztorhüter hinter der Nummer eins Janne Juvonen planen. Zudem steht mit Tobias Ancicka ein dritter Goalie zur Verfügung.

Playoffs der DEL beginnen Mitte März

Insgesamt geht es darum, die Form nicht nur zu konservieren, sondern weiter zu verbessern, um Mitte März in optimaler Verfassung in die Playoffs zu gehen. Der Weg dorthin ist anspruchsvoll. Zunächst stehen im Januar zehn Pflichtspiele auf dem Programm, bevor eine vierwöchige Olympiapause und ein Acht-Spiele-Endspurt folgen. „Training, Spielpraxis und Pausen richtig zu dosieren – das wird entscheidend sein“, meinte Baldys. „Es wird auch interessant sein, zu sehen, welche Mannschaft wie aus dieser Pause zurückkommt. Aber jetzt geht es erst einmal um die Phase vor der Pause, um die Spiele im Januar.“

Zunächst konzentrieren sich die Haie auf die Begegnung am Freitag gegen die Straubing Tigers, den Tabellenfünften. Die Niederbayern beendeten das Jahr am Dienstag mit einem 5:2-Erfolg in Wolfsburg und gewannen damit zum vierten Mal nacheinander auswärts. Die ersten beiden Saisonduelle mit den Tigers gingen an die Haie – mit 2:0 in Straubing und 7:4 in Köln. Ob der verletzte Kölner Topstürmer Gregor MacLeod wieder mitwirken kann, ist offen. Man schaue von Tag zu Tag, wie es ihm gehe, und entscheide dann, hieß es von Vereinsseite.