In einer hart umkämpften Begegnung gewannen die Kölner Haie mit 6:3 gegen den ERC Ingolstadt, nachdem sie einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatten.
Hart erkämpfter SiegHaie drehen intensives Spiel gegen Ingolstadt

Moritz Müller und die Kölner Haie feierten einen hart umkämpften Sieg.
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Die Kölner Haie haben ihre Spitzenposition in Deutschlands höchster Eishockey-Spielklasse gefestigt. Am 46. Spieltag setzte sich die Mannschaft von Coach Kari Jalonen mit 6:3 gegen den ERC Ingolstadt durch.
Die Kölner schafften es, einen anfänglichen 0:2-Rückstand vor 18.600 Zuschauerinnen und Zuschauern in der voll besetzten Lanxess-Arena zu drehen.
Haie-Zugang noch nicht im Kader
Dieser Triumph markierte den zweiten Sieg nach dem Restart nach der Unterbrechung für die Olympischen Spiele; am Mittwoch hatte es schon einen 7:2-Erfolg über Dresden gegeben.
Wenige Stunden vor dem Spiel wurde die Neuverpflichtung des finnischen Abwehrspielers Markus Nutivaara von den Haien verkündet. Er hat 292 Partien in der NHL absolviert, war aber gegen Ingolstadt noch nicht im Aufgebot.
Ingolstadt, das mit 176 Toren und somit dem stärksten Angriff der Liga in das Spiel ging, startete mit viel Druck in die Partie. Daniel Pietta brachte den ERC früh in Führung (3. Minute). Myles Powell erhöhte kurz darauf in Unterzahl auf 2:0 für die Gäste (5.).
Anfangs taten sich die Haie schwer, ins Spiel zu finden, waren auch bei den Zweikämpfen nicht richtig präsent. In der 16. Minute gelang jedoch aus dem Nichts der Anschlusstreffer, nachdem eine Hereingabe von Kevin Niedenz von Louis-Marc Aubrys Schlittschuh ins Netz prallte.
Ein anderes Bild bot sich im zweiten Drittel, als die Haie mit mehr Entschlossenheit aus der Kabine kamen. Valtteri Kemiläinen erzielte den Ausgleich (23.). Kurz darauf brachte Kevin Niedenz die Kölner sogar in Führung (25.).
Doch Ingolstadt ließ sich nicht beirren, und Riley Barber glich zum 3:3 aus (28.). Kurz vor der zweiten Pause mussten die Kölner eine Unterzahl überstehen, da Kapitän Moritz Müller eine Strafe bekommen hatte. In dieser Phase eroberte Patrick Russell die Scheibe und schloss einen Konter mit dem zweiten Unterzahltor des Abends zur 4:3-Führung für Köln ab (39.). „Es ist ein sehr intensives Spiel, so wie uns das gefällt. Wir stehen aber etwas zu offen“, kommentierte Aubry die Partie bei MagentaSport.
Haie-Doppelschlag bringt die Entscheidung
Auch im Schlussdrittel ging es aufregend weiter. Die Ingolstädter hatten Pech, denn sowohl Alex Breton als auch später Riley Barber trafen lediglich das Torgestänge. Zu einer engen Situation kam es nach einer Rettungstat von Goalie Janne Juvonen direkt auf der Linie. Die Unparteiischen konnten auch nach ausgiebiger Prüfung der Videobilder nicht zweifelsfrei klären, ob die Scheibe komplett hinter der Linie war. Daher blieb es bei der Entscheidung auf dem Eis: kein Tor.
Zwei Tore der Haie in der 56. Minute brachten schließlich die Entscheidung. Zunächst erzielte Gregor MacLeod bei einem Kölner Powerplay das 5:3. Ryan MacInnis baute direkt im Anschluss den Vorsprung auf 6:3 aus.
Auf dem Eis gab es in den letzten Sekunden noch einige Handgreiflichkeiten. Es kam zu einem Faustkampf zwischen Tanner Kero und Daniel Schmölz. Gleichzeitig nahm sich Moritz Müller den Ingolstädter Riley Sheen vor. Das Quartett verfolgte die letzten Sekunden aus der Strafbox. (red)


