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Vor dem Spiel gegen WolfsburgHaie-Verteidiger Sennhenn: „Wir wollen den Fans eine Freude bereiten“

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Jan Luca Sennhenn fokussiert im Spiel

Jan Luca Sennhenn, Verteidiger der Kölner Haie

Gegen Wolfsburg absolviert der KEC am Donnerstag das letzte Heimspiel vor Weihnachten, Jan Luca Sennhenn erzählt, worauf es ankommt und wie es Tobias Ancicka nach dem Goalie-Fight geht.

Wolfsburg ist der letzte Gegner, mit dem sich der KEC vor Weihnachten in einem DEL-Heimspiel in der Lanxess-Arena auseinandersetzen muss, am Donnerstag um 19.30 Uhr. Es gilt, eine Serie auszubauen, viermal hintereinander hat die Mannschaft von Trainer Krupp zuletzt gewonnen. „Den Schwung möchten wir mitnehmen, um den Fans eine Freude zu bereiten und drei Punkte mitzunehmen“, meint der 23-jährige Haie-Verteidiger Jan Luca Sennhenn.

Niederlage erst vor drei Wochen

Vor drei Wochen verloren die Kölner das erste Heimspiel gegen die Grizzlys aus der Autostadt, schwach spielend, mit 1:5. „Das war sehr ärgerlich. Wir wollen alles reinhauen, um es wiedergutzumachen“, sagt Sennhenn. „Wir müssen vom Kopf und vom Körper her bereit sein, uns voll fokussieren und so wenige Fehler erlauben, wie es geht.“

Apropos Niederlagen: Vor den vier Siegen in Serie verloren die Haie mit 1:7 in Düsseldorf, so hoch wie nie zuvor in der DEL. War das negative Erlebnis eine Art Weckruf für das KEC-Team? „Es war schon sehr unangenehm und auch peinlich gegenüber den Fans, dass wir gerade im Derby so hoch verloren haben“, berichtet Sennhenn. Danach gab es Gespräche mit Trainer Krupp sowie diverse Teammeetings. „Wir haben ein paar taktische Sachen umgestellt und viele Videoanalysen gemacht, spezifisch, für die einzelnen Probleme. Es hat uns geholfen“, sagt Sennhenn.

Defensive wieder mehr im Fokus

Die Haie, eine Mannschaft mit viel offensivem Talent, spielen seither ein etwas defensiveres System, achten als Einheit immer zuerst auf die Abwehrarbeit. So haben sie in den vier Begegnungen nach dem Derby 15 Tore geschossen, drei Gegentreffer kassiert, dabei zweimal zu null gespielt. Tobias Ancicka, durch seine brillanten Leistungen zum Torhüter Nummer eins der Haie aufgestiegen, bescherte seinem Verein am Sonntag beim 4:2 gegen Nürnberg zudem landesweite Beachtung – durch den Goalie-Fight mit seinem Torhüter-Kollegen Niklas Treutle.

Sennhenn stand im zweiten Drittel auf dem Eis, als sich in der 30. Minute das Spektakel ereignete, er nahm es so wahr: „Es gab ein Gerangel, an dem sich der gegnerische Torhüter auch beteiligt hat. Auf einmal hat aber alles aufgehört, alle haben sich umgedreht, denn Tobi stand auf einmal da, dann haben sie die Handschuhe fallen lassen.“  Ancicka, der in dem Faustkampf einige Treffer einsteckte, gehe es gut, erzählt Sennhenn weiter: „Ein blaues Äuglein ist dabei herumgekommen, ein kleiner Cut an der Nase. Sonst ist alles gut.“

Dem Einsatz Ancickas gegen Wolfsburg sollte somit nichts im Wege stehen. Fehlen wird hingegen weiter Stürmer Mark Olver, der sich am Knie verletzt hat. Jason Bast, der wegen einer Schulterblessur schon länger ausfällt, muss ebenfalls noch passen. Bevor die Haie Weihnachten feiern dürfen, müssen sie am Samstag (19 Uhr) noch auswärts in Augsburg antreten.