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0:2-Pleite beim SchlusslichtViktoria Köln blamiert sich in Schweinfurt

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18.01.2026, xjcx, Herren, Fussball, Saison 2025/2026, 3. Liga, 20. Spieltag: 1. FC Schweinfurt 1905 - FC Viktoria Koeln Leonhard Luis Münst  5, FC Viktoria Köln und Devin Angleberger  3, 1. FC Schweinfurt 1905, DFL/DFB REGULATES PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO Schweinfurt Sachs-Stadion Bayern Deutschland *** 18 01 2026, xjcx, Herren, Fußball, Saison 2025 2026, 3 Liga, 20 Spieltag 1 FC Schweinfurt 1905 FC Viktoria Koeln Leonhard Luis Münst 5, FC Viktoria Köln und Devin Angleberger 3, 1 FC Schweinfurt 1905 , DFL DFB REGULATES PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND OR QUASI VIDEO Schweinfurt Sachs Stadion Bayern Germany

Kein Durchkommen: Viktorias Leonhard Münst (l.) gegen Devn Angleberger

Der Höhenberger Drittligist ist beim Tabellenletzten mehr oder weniger chancenlos und verliert.

Einen schlimmeren Jahresstart hätte der FC Viktoria Köln nicht hinlegen können. Die Höhenberger unterlagen am Sonntagabend nach indiskutabler Leistung beim abgeschlagenen Schlusslicht und designierten Absteiger 1. FC Schweinfurt 0:5 mit 0:2 (0:1). Die Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm präsentierte sich dabei in jeder relevanten Hinsicht schwächer als das bis dahin statistisch schlechteste Team der Fußball-Drittliga-Historie. „Heute war es zu wenig Intensität, uns hat Energie gefehlt“, sagte Wilhelm. „Wenn du den Gegner so ins Spiel kommen lässt, ist es schwer, den Schalter umzulegen.“

Tyger Lobinger trifft bei Debüt für Duisburg

Vor allem offensiv gelang der Viktoria nichts. Während der zum MSV Duisburg transferierte Torjäger Tyger Lobinger bei seinem Debüt (4:0 gegen Stuttgart II) gleich glänzte, das 1:0 auflegte und wenig später per Lupfer traf, lief bei Viktorias umgebauter Angriffsreihe kaum etwas zusammen. David Otto, die neue Stamm-Neun der Höhenberger, konnte keine Bälle festmachen, auf den Außen blieben sowohl Leander Popp als auch der überraschend in die Startelf gerückte Robin Velasco in fast allen Szenen hängen.

Schweinfurt musste sich defensiv nicht übermäßig anstrengen, um die Kölner Angriffsbemühungen zu unterbinden. Gleichzeitig genügten die eigenen, beschränkten Mittel für einen Torerfolg: In der 23. Minute bekam die Viktoria trotz mehrerer Gelegenheiten den Ball nicht aus der eigenen Hälfte geklärt, so dass Devin Angleberger aus der zweiten Reihe abziehen konnte. Arne Schulz sah den Ball offenbar spät und konnte den Einschlag im kurzen Eck nicht verhindern – es war das erste Drittliga-Gegentor für den 22-Jährigen im vierten Einsatz. Stammkeeper Dudu laboriert weiter an den Folgen einer Schulterblessur. Auch Christoph Greger fehlte, den Kapitän plagen Rückenprobleme.

Schweinfurt nach Boxschlag im Glück

Kurz nach der Führung hatte Schweinfurt allerdings Glück, dass sie das Spiel zu elft fortsetzen durften. Im Mittelkreis versetzte Kristian Böhnlein seinem Gegenüber Lucas Wolf im Vorbeilaufen aus unerklärlichen Gründen einen Faustschlag in die Rippen. Der insgesamt zu hektische Schiedsrichter Niclas Rose übersah die Tätlichkeit. Die unansehnliche Partie, immer wieder von kleinen Fouls unterbrochen, plätscherte bis zur Halbzeit dahin.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein unansehnliches Gestolpere – und aus Viktoria-Sicht wurde der Abend noch schlimmer. In der 54. Minute bekam die Defensive erneut einen Ball nicht geklärt, Wolf probierte es dann am eigenen Strafraum mit einem Dribbling und wurde abgegrätscht. Luca Trslic bekam den Ball und versuchte es aus der Distanz. Der Schuss wurde abgefälscht und trudelte über Schulz hinweg zum 2:0 ins Kölner Tor. Die Viktoria hatte ihrerseits zu diesem Zeitpunkt noch keinen nennenswerten Abschluss verbucht.

Nach einer knappen Stunde reagierte Coach Wilhelm dann und brachte Benjamin Zank sowie Winter-Zugang Joel Vega Zambrano für die enttäuschenden Popp und Velasco. Doch auch die Neuen brachten quasi keinen frischen Wind. Schweinfurt wirkte wacher und aggressiver und war näher dran am 3:0 als die Kölner am Anschlusstreffer. „Zu wenig Intensität, kaum Gegenpressing. Dann fängst du dir dann zwei Tore“, meinte Wolf.

Heimspiel gegen Saarbrücken am Freitag

Immerhin bietet sich der Viktoria in Kürze die Gelegenheit zur Wiedergutmachung vor eigenem Publikum. Am Freitag (19 Uhr, Sportpark Höhenberg) eröffnen die Kölner den 21. Spieltag mit einem Heimspiel gegen den Tabellenfünfzehnten 1. FC Saarbrücken. Sollte sich die Viktoria nicht in allen Bereichen massiv steigern, droht das Abrutschen in den Abstiegskampf.

Viktoria Köln: Schulz - Sponsel, Dietz, Kloss - Velasco (62. Zank), Wolf, Engelhardt (84. Kozuki), Ronstadt (76. Handle) - Münst, Popp (62. Vega Zambrano) - Otto. - Tore: 1:0 Angleberger (23.), 2:0 Trslic (54.).