Der frühere Drittliga-Torschützenkönig kämpft sich Stück für Stück zurück in Richtung Startelf-Form.
Fortuna KölnJannik Mauses weiter Weg zurück zu alter Stärke

Hoffnungsträger der Fortuna: Stürmer Jannik Mause
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13 Minuten gegen Fortuna Düsseldorf, 29 gegen die U 23 der TSG Hoffenheim, zuletzt 33 beim 0:2 gegen den SV Wehen Wiesbaden: Jannik Mause arbeitet sich langsam, aber sicher in die Saison hinein. Der Stürmer, der im Sommer ablösefrei vom 1. FC Kaiserslautern zum Aufsteiger SC Fortuna Köln kam, ist körperlich noch nicht voll belastbar. Doch die Kurve zeigt nach oben, und mit jeder Spielminute wächst auch sein Gefühl für die neue Mannschaft.
„Der allererste Einsatz war schon echt hart“, sagt Mause rückblickend. Ohne Testspiele und ohne eine richtige Vorbereitung sei es etwas völlig anderes, plötzlich im Pflichtspielbetrieb auf den Platz zu kommen. Gegen Düsseldorf war er nach 13 Minuten entsprechend schnell am Limit. Inzwischen spürt er die Fortschritte: „Jetzt merkt man mittlerweile mit dem Training und einfach auch der Spielpraxis, dass dann schon mehr Minuten drin sind.“
Vorlage zum Ausgleich gegen Hoffenheim
Dass die Entwicklung nicht nur auf dem Papier stattfindet, zeigte sich besonders in Hoffenheim. Mause kam früher als zunächst geplant und hatte entscheidenden Anteil am späten Ausgleich zum 2:2: Seine Vorlage verwertete Hamadi Al Ghaddioui. Für den Angreifer war das mehr als eine persönliche Randnotiz. „Am Anfang ist es wichtig, Scorer zu sammeln“, sagt Mause. Das gebe einem selbst und vor allem der Mannschaft das Gefühl, helfen zu können – auch dann, wenn man noch nicht bei 100 Prozent sei.
Gegen Wiesbaden war die Aufgabe komplizierter. Fortuna lag mit 0:2 zurück, die Gäste standen nach dem Platzverweis tief und verteidigten ihren Vorsprung mit großer Konsequenz. Für einen eingewechselten Offensivspieler ist das eine undankbare Situation. „Dann musst du einfach Glück haben, dass der Ball vor deine Fuß fällt“, sagt Mause. Doch gerade solche Partien zeigen ihm auch, was ihm momentan noch fehlt. Es geht nicht allein um Kondition. „Die Selbstverständlichkeit ist natürlich noch nicht in allen Situationen da“, sagt der 28-Jährige. Als Beispiel nennt er die letzte Aktion gegen Hoffenheim. Wenn er vollständig im Rhythmus gewesen wäre, hätte er vielleicht sogar noch den Sieg bei der Bundesliga-Reserve in Sinsheim eingetütet.
Unglückliche Leihstationen in Essen und Fürth
Dabei verfolgt Fortuna einen anderen Ansatz als bei Mauses letzten Leihstationen. Bei Greuther Fürth und in Essen habe er seine Ausdauer durch Einsätze von Beginn an aufbauen sollen, sagt der Angreifer rückblickend über seine unglücklichen Stationen in der Zweiten und Dritten Liga. In der Südstadt soll die Belastung nun gezielt gesteigert werden. Das ist für Mause nicht nur eine Frage der Fitness, sondern auch der Leistungsfähigkeit. Lieber 30 Minuten mit voller Intensität als 60 Minuten, in denen er nur einen Teil seiner Möglichkeiten abrufen könne. Der nächste Schritt ist deshalb klar: ein Platz in der Startelf. Erzwingen will er ihn allerdings nicht.
Dabei befindet er sich im regelmäßigen Austausch mit Matthias Mink. Der Cheftrainer holte sich bereits nach dem Düsseldorf-Spiel eine persönliche Einschätzung von Mause zu dessen körperlichem und mentalem Zustand ein. Nach drei Spielen wollen Spieler und Trainer die Situation erneut bewerten und das weitere Vorgehen planen.
Länderspielpause bietet Gelegenheit, um Rückstand aufzuholen
Die Länderspielpause bietet eine gute Gelegenheit, durch individuelle Läufe und zusätzliche Trainingseinheiten weiter aufzuholen. Ob Mause dann schon im verlegten Spiel gegen Havelse am 25. September, am 7. Oktober im Mittelrheinpokal gegen Bezirksligist Kreuzau oder erst zu einem späteren Zeitpunkt in der Startelf steht, bleibt abzuwarten. Gerade in diesen Partien soll er jedenfalls mehr Spielzeit bekommen und Ausdauer sammeln.
Dann kann der Drittliga-Torschützenkönig der Saison 2023/24 im Trikot des FC Ingolstadt zu alter Stärke zurückfinden und dem Aufsteiger aus Zollstock wirklich weiterhelfen.
