Abo

HandballLongericher SC hadert erneut mit der letzten Aktion eines Spiels

2 min
22.11.2025, Handball Longericher SC Köln-Hanau

Malte Nolting (Longerich)

Foto: Uli Herhaus

Malte Nolting (links) vom Longericher SC sah in der Partie beim TV Gelnhausen die Rote Karte. 

Die Drittliga-Mannschaft von Trainer Christian Stark verpasst beim 28:28 in Gelnhausen einen Sieg beim Tabellenzweiten.

Das Ergebnis ist besser gewesen, die Stimmung beim Longericher SC war aber ähnlich getrübt wie in der vergangenen Woche. Nachdem die Drittliga-Handballer zuletzt nach dem 29:30 gegen Spitzenreiter HG Saarlouis in der Staffel Süd-West eine knappe Niederlage zu verarbeiten hatten, sicherten sie sich am Samstagabend mit dem 28:28 (14:19) beim Tabellenzweiten TV Gelnhausen immerhin einen Punkt.

Es war technisch nicht alles überragend, aber kämpferisch top
Christian Stark, Trainer des Longericher SC

Doch wirklich glücklich war Trainer Christian Stark auch diesmal nicht. Das lag in erster Linie daran, dass es erneut eine Szene in letzter Sekunde war, die seine Mannschaft den Erfolg kostete. Die Kölner lagen dank des 45 Sekunden vor Schluss von Lennart Wörmann erzielten Führungstreffers mit einem Tor vorn, als Malte Nolting seinen Gegenspieler im finalen Angriff etwa zehn Meter vor dem Tor bei einer Abwehraktion am Hals traf und die Rote Karte sah. Es folgte der laut Reglement bei einem Feldverweis in den letzten 30 Sekunden obligatorische Siebenmeter, den Jonathan Malolepszy gegen den zuvor stark parierenden LSC-Keeper Lennart Kull zum Ausgleich für Gelnhausen verwandelte.

„Das war eine absolut falsche Entscheidung“, meinte Stark. „Die Rote Karte kann es nur geben, wenn der gegnerische Spieler in der Wurfbewegung ist – das war er aber nicht. Keine Frage: Es war ein hartes Foul und eine Zweiminutenstrafe wäre in Ordnung gewesen, aber die Rote Karte und der Siebenmeter waren überzogen.“

Ohnehin haderten die Kölner mit den Entscheidungen des Unparteiischen, der ihrer Ansicht nach mit einer Serie von Zweiminutenstrafen den Spielrhythmus massiv beeinrächtigte und mit Roten Karten gegen Lennart Leitz, Jonas Kämper und Malte Nolting für Unmut sorgte. Deutlich zufriedener war der LSC-Coach mit der Moral seiner Mannschaft, die nach sich einem Fünftore-Rückstand zur Pause nicht aufgab und den Sieg vor Augen hatte. Allein deshalb sprach Stark seinen Spielern „ein großes Kompliment“ aus. „Es war technisch nicht alles überragend, aber kämpferisch top. “

Longericher SC: Babic, Kull; Wörmann (3), Pyszora (4), Henrich, Richter, Gerfen (1), Bertenbreiter, Niehaus (1/1), Leitz, Schulz (4), Nolting (4), Kremp (1), Kaysen (6), Kämper (4).