Nach dem 3:1-Erfolg zum Auftakt der Endrunde haben die Kölner auf eigener Anlage die Chance auf den Einzug in die nächste Runde.
HockeyRot-Weiss Köln geht ersten Schritt Richtung Halbfinale

Christopher Rühr (r.), Angreifer von Rot-Weiss Köln, in der Partie beim UHC Hamburg.
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Die einen verbuchen zwei Matchbälle auf eigener Anlage, die anderen stehen auswärts gehörig unter Druck. Während die Bundesliga-Feldhockeyspieler des KTHC Rot-Weiss Köln das erste Viertelfinale beim UHC Hamburg für sich entschieden haben, starteten Paula Brux und deren Teamkolleginnen mit einer bitteren Niederlage in die „Best of 3“-Serie gegen den Topfavoriten Mannheimer HC.
UHC Hamburg – Rot Weiss Köln 1:3 (0:1). Der Kölner Co-Trainer Wolfgang Kluth berichtete von einem „harten Stück Arbeit. Da war ordentlich Zunder drin, auf und neben dem Platz. Wir haben im dritten Viertel gewackelt, aber insgesamt geht der Sieg total in Ordnung.“
Es war ein hartes Stück Arbeit. Da war ordentlich Zunder drin, auf und neben dem Platz. Wir haben im dritten Viertel gewackelt, aber insgesamt geht der Sieg total in Ordnung
Der gegnerische Keeper Felix Damberger sah indes ein „Duell auf absoluter Augenhöhe. Auch wenn wir jetzt beide Spiele in Köln gewinnen müssen: Wir sind noch voll im Rennen.“ Zumindest in dieser Hinsicht pflichtete Kluth ihm bei: „Klar wollen wir die Serie am liebsten schon am Samstag (13 Uhr, Anm. d. Red.) zumachen, aber: Eine mittelmäßige Leistung wird nicht reichen – dafür ist der UHC schlichtweg zu gut.“ Ein mögliches drittes Match würde am Sonntag (13 Uhr) ausgetragen.

Jubel bei Rot-Weiss Köln nach dem 3:1 beim UHC Hamburg. Fabio Seitz (l.) feiert seinen Treffer mit Michel Struthoff.
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Felix Glander hatte Rot Weiss mit einer verwandelten Ecke in Führung gebracht (20.) – er war der nominell dritte Schütze hinter Bruder Paul (Muskelfaserriss) und Tom Grambusch. Nachdem Florian Sperling ein starkes Viertel des Uhlenhorster HC mit dem Ausgleich belohnt hatte (45.), führte ein doppelter Aussetzer in der Hamburger Defensive zur erneuten Gästeführung: Erst verstoppte Niklas Tecklenburg einen langen Schlenzball von Grambusch, dann geriet ein missglückter Klärungsversuch von Tom Schmidt-Didlaukies zur Steilvorlage für Fabio Seitz – 2:1 (47.). In der 58. Minute war es RW-Kapitän Grambusch, der die Entscheidung per Strafecke herbeiführte.
Rot Weiss Köln – Mannheimer HC 1:4 n. P. (1:1, 0:0). Unmittelbar nach dem verlorenen Shoot-out schickte Sophie Prumbaum eine Kampfansage an den Hauptrunden-Champion. „Es ist immer noch alles drin“, sagte die Kölner Penalty-Fehlschützin. „Wir dürfen uns jetzt nicht zu lange aufhalten mit dieser Niederlage. Fakt ist: Wir haben gezeigt, dass wir mit Mannheim komplett mithalten können.“
Die Chance auf den Einzig ins Final Four vor dem Rückspiel am Samstag (14 Uhr) und einem eventuellen Entscheidungsmatch am Sonntag (12 Uhr) sei „nach wie vor riesengroß“. Man habe einmal mehr als Kollektiv überzeugt und „aus dem Spiel heraus alles wegverteidigt. Am Ende war der MHC in den entscheidenden Situationen abgezockter.“
Damen von Rot-Weiss Köln verlieren unglücklich
Erst krönte Ines Wanner eine tolle Eckenvariante mit dem Ausgleich (52.), dann leistete man sich im Penaltyschießen keinen einzigen Fehlversuch. Auf der Gegenseite zeigten Prumbaum, Nika Hansen und Felicia Wiedermann Nerven. RW-Trainer Tibor Weißenborn räumte ein: „Die Mannheimerinnen sind Shoot-outs gewohnt und mental extrem stark – das ist eine Mörderqualität.“
Gleichzeitig sprach der Olympiasieger von 2008 von einer „unnötigen Niederlage. Zum einen waren wir in puncto Taktik und Struktur das bessere Team, zum anderen haben wir dem Gegner die Ecke vor dem Ausgleich geschenkt.“ RWK war dank Helena Würker in Führung gegangen (42./KE), doch „wir waren leider nicht in der Lage nachzulegen“, so Weißenborn. „Das unterscheidet uns noch von einer echten Spitzenmannschaft.“ Umso mehr hofft Rot-Weiss, dass Stürmerin Pia Maertens (Sehnenreizung) am Wochenende wieder dabei ist.
