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LandesligaJonas Wendt bleibt Porz treu und präsentiert Verstärkungen – „Ich bin eben attraktiv“

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12.04.2021, Köln: Im Gespräch mit dem ehmaligen Fußball-Stürmer des 1. FC Kölns Jonas Wendt in Rösrath. Wendt hat in seinem Garten ein Kunstrasenplatz. Foto: Arton Krasniqi

Jonas Wendt bleibt Trainer der SpVg Porz.

Der Trainer hat Kultstatus in Köln und leistete in den vergangenen Jahren gute Arbeit in Porz. Die soll nun fortgeführt werden.

Wem auf dem Sportplatz an der Brucknertraße in Porz Jonas Wendt und Peter Dicke begegnet, wird wohl auf dem ersten Blick keine Gemeinsamkeiten vermuten. Der vom Outfit eher unkonventionelle ehemalige Profi und der Jurist aus dem öffentlichen Dienst haben bei ihrer Leidenschaft für den Fußball aber grundsätzlich identische Vorstellungen.

Zwischen dem Trainer und dem Vorsitzenden der Sportvereinigung stimmt die Chemie, wenn es um strategische und personelle Entscheidungen geht. Angesichts eines möglichen Aufstiegs in die Mittelrheinliga spielte Dicke auch in der Frage der Vertragsverlängerung auf den Faktor Zeit.

Ein Verbleib von Jonas Wendt war lange ungewiss

Wendt war schließlich erfolgreich und ist begehrt, eine weitere Saison in der Landesliga schien für den ehrgeizigen und beliebten Coach, der wegen seiner klaren Ansagen, dem empathischen Auftritt und den umfangreichen persönlichen Erfahrungen in diesem Metier respektiert wird, eher unwahrscheinlich. Doch jetzt ist es amtlich, die Zusammenarbeit in der Saison 2023/24 ist beschlossen.

„Ich habe auf die Risikokarte gesetzt und bin sehr froh, dass Jonas uns erhalten bliebt“, bestätigt Dicke erleichtert und gesteht, dass er keinen Plan B für eine Absage hatte. Für Wendt ist Porz allerdings auch eine Art zweite Heimat geworden. Der B-Lizenz-Inhaber wohnt zwar auf der anderen Rheinseite, ist aber mit dem Klub emotional eng verbandelt.

Jonas Wendt präsentiert zwei Verstärkungen

2015 hat er dort seine aktive Laufbahn beendet. Nach der ersten Trainerstation beim FC Bensberg und der Rückkehr 2018 stetig am sportlichen Aufschwung der Sportvereinigung mitgewirkt und schon im ersten Jahr den Aufstieg in die Landesliga verantwortet.

„Für mich war wichtig, dass die Mannschaft nach dem Ausfall von Sponsoren trotz künftiger finanzieller Einschränkungen bis auf Raimund Schmitz zusammenbleibt. Ich bin auch auf ein bisschen stolz, dass einige trotz lukrativer Angebote bleiben“, erklärt der Coach. Außerdem könne er sich in Porz ohne Druck und Vorgaben frei entfalten.

Platz zwei und den möglichen Aufstieg hat er noch nicht abgehakt. Wenn Wendt unabhängig von der Liga in Nilsson Santos (VfL Alfter) und Hidetaka Hase (Viktoria Glesch-Paffendorf) zwei spektakuläre Verstärkungen für die nächste Saison schon als perfekt verkündet, liefert er die Begründung gleich mit: „Ich bin eben attraktiv“.

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