Der Angreifer wechselt von Schwarz-Weiß Köln zum Landesligisten, wartet aber noch auf die Freigabe seines Ex-Klubs.
LandesligaRicky Fritzen soll die Offensivprobleme des SC Borussia Lindenthal-Hohenlind lösen

Ricky Fritzen wechselt von Schwarz-Weiß Köln zu Borussia Lindenthal-Hohenlind.
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Der Schuh drückt beim Fußball-Landesligisten Borussia Lindenthal-Hohenlind in der Offensive. In erster Linie Winterneuzugang Ricky Fritzen soll das Problem lösen. Die Freigabe seines Ex-Klubs steht allerdings noch aus.
In der Personalie geht es natürlich um Geld, aber vor allem um die Tatsache, dass Fritzen für die Vogelsanger eigentlich unverzichtbar ist. Mit 24 Treffern und 19 Assists waren seine Torbeteiligungen in der Saison 2024/25 so etwas wie die sportliche Lebensversicherung für den späten Klassenerhalt von Schwarz-Weiß Köln. Aus elf Spielen der Hinrunde stehen für ihn in der Bezirksliga immerhin neun Tore zu Buche.
Kölner Klubs befinden sich in guten Gesprächen
Er könne den Verdruss der anderen Seite verstehen, „aber Ricky wollte weg und jetzt gilt es, eine Lösung zu finden, die allen gerecht wird – vor allem im Sinne des Spielers. Aber wir befinden uns in guten Gesprächen und ich bin zuversichtlich, dass wir uns einigen können“, erklärte Roland Gabriel, der Sportliche Leiter der Lindenthaler.
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Sollte eine Einigung hinsichtlich der Ablösesumme ausbleiben, brächte das nur Verlierer hervor und Fritzen selbst wäre für sechs Monate aus dem Verkehr gezogen, die Saison für ihn de facto gelaufen. „Das kann doch keiner wirklich wollen. Ricky hat sich zum Schluss hochkorrekt verhalten, ergänzte der 70-jährige Sportfunktionär der Borussia.
Mit 25 Punkten und 21:21-Toren belegt die Borussia mit Trainer Sascha Zinken in der Staffel 1 den dritten Tabellenplatz. Das ist sicher mehr als man erwarten konnte. Denn der gewaltige personelle Umbruch mit dem Verlust der besten Torschützen hat seine Spuren hinterlassen. In der zurückliegenden Saison kam das Quartett um Felix Neuhäuser (FC Hürth), Janis Waffenschmidt, Alexander Fuchs (beide SC Kapellen) und Domenic Baumann (USA) in Summe auf 34 Treffer. Eine nicht zu schließende Lücke, so dass Gabriel die aktuelle Spielzeit frühzeitig als „Übergangsjahr“ eingeordnet hatte, in dem es primär um die Wiedererlangung von Konstanz und Entwicklung gehe, mit dem Ziel, eine „stabile Saison“ zu spielen.
Dass das Hinrundentableau Lindenthal als drittbestes Team mit einem ausgeglichenen Torverhältnis führt, liegt auch am überraschenden Rückzug von Eintracht Hohkeppel II und der daraus resultierenden Fünf-Tore-Gutschrift zugunsten der Lindenthaler, die im direkten Duell eine 1:6-Klatsche hatten hinnehmen müssen.
Er ist ein Straßenfußballer durch und durch. Unser Trainer ist jedenfalls von Ricky begeistert. Sein Eins gegen Eins ist schon besonders
Mit Fritzen in vorderster Front – so die interne Einschätzung – ließe sich das Problem vermutlich punktuell beheben. „Er ist ein Straßenfußballer durch und durch. Unser Trainer ist jedenfalls von Ricky begeistert. Sein Eins gegen Eins ist schon besonders“, meint Gabriel.
Mit Louis Nowack (SSV Bornheim) und Lasse Lund (TV Sottrum) konnte Lindenthal zwei weitere Spieler an Land ziehen. Besonders bitter verlief allerdings der Einstand von Lund. „Im ersten Training in der Soccerhalle hat er sich ohne Fremdeinwirkung den rechten Fuß gebrochen. Das ist gar nicht in Worte zu fassen und tut uns unfassbar leid“, erklärte Gabriel. Die Verletzung werde konservativ behandelt. Mindestens sechs Wochen werde sein Fuß in Gips gelegt sein, so die erste Einschätzung. Wie lange die Ausfallzeit sein wird, vermochte Gabriel nicht einzuschätzen. Eine weitere Verpflichtung sei in Arbeit.
Ein Quartett verlässt Borussia Lindenthal-Hohenlind
Den Verein im Wintertransferfenster verlassen haben Alexander Runkel (zurück zum CfB Ford Niehl), Karim Sharaf, Max Herrig (beide mit unbekanntem Ziel) und Pascal Reitmeier (vermutlich Karriereende). Mit einer Reihe von Testspielen zur Vorbereitung auf die Rückrunde, die mit dem vorgezogenen Heimspiel gegen Marialinden (11. Februar) auf der Westkampfbahn startet, ehe 14 Tage später an das Viertelfinale im Verbandspokal gegen Regionalligisten Bonner SC folgt.
Testspiele: SpVg. Rheindörfer Nord (Auswärts/22. Januar, 20 Uhr), TuS Ennepetal (Heim/24. Januar, 150.30), SV Lövenich-Widdersdorf (A/29. Januar, 20.15), TV Hoffnungsthal (A/1. Februar, 15), SV Weiden (H/8. Februar, 11).

