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Leichtathletik-EMRückschlag für Kölner Medaillenhoffnung Mohamed Abdilaahi

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ARCHIV - 19.09.2025, Japan, Tokio: Leichtathletik: Weltmeisterschaft Mohamed Abdilaahi aus Deutschland im 5000m Halbfinale. Abdilaahi verpasst die EM verletzt. (zu dpa: «Deutsche Laufhoffnung Abdilaahi verpasst EM wegen Verletzung») Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Verpasst die EM: Mohamed Abdilaahi

Der Läufer der Cologne Athletics muss verletzungsbedingt auf einen Start in Birmingham verzichten

Vom Trainingsweltmeister zum Europameister – so lautete die Wunschschlagzeile von Mohamed Abdilaahi (27) im Vorfeld der Leichtathletik-EM in Birmingham. Doch der Traum vom ersten Coup im Nationaltrikot ist schon vor der Eröffnungsfeier am Montag geplatzt. „Auch wenn es wehtut: Ich muss meinen geplanten Doppelstart über 5000 und 10.000 Meter schweren Herzens absagen“, verkündet der Athlet der Cologne Athletics.

Bereits die nationalen Titelkämpfe verpasste er wegen einer Fußverletzung, die ihn am 18. Juli beim Meilenlauf im Londoner Olympiastadion zur Aufgabe gezwungen hatte. „Leider hat die Zeit nicht ausgereicht, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen. So war keine vernünftige Vorbereitung möglich“, so Abdilaahi. CA-Vereinschef Claus Dethloff spricht von einem „bitteren Moment. Ich bin mir sicher, dass der Knoten in Birmingham geplatzt wäre. Mo war in der Form seines Lebens und wäre über beide Distanzen ein heißer Titelkandidat gewesen.“

Abdilaahi ließ deutsche Rekorde purzeln

Nachdem Abdilaahi den deutschen Rekord über 3000 (Mai 2026), 5000 (Juli 2025) und 10.000 Meter (März 2026) geknackt hatte, unterbot er zuletzt auch die bislang beste Zeit eines deutschen Athleten über zwei Meilen. Vor allem die überzeugenden Auftritte gegen die Lauf-Elite im Rahmen der Diamond League nährten die Zuversicht auf ein Ende der Pechsträhne im Aktiven-Bereich. Denn egal ob Olympia (2021), WM (2022, 2025) oder EM (2022): Im Vorlauf war stets Endstation. Bei den Europameisterschaften 2024 in Rom fand angesichts der geringen Teilnehmerzahl (27) nur ein 5000-Meter-Rennen statt, wobei Abdilaahi Vorletzter wurde.

Während er also seine dritte EM-Teilnahme verpasst, fiebert Teamkollege Kameron Horton (21) seiner Premiere im DLV-Trikot entgegen. Der Deutsch-Amerikaner startet im Alexander Stadium über 200 Meter. Drei Mal, wenn es nach Dethloff geht: „Ich traue ihm den Einzug in den Endlauf ohne Weiteres zu.“ Schließlich belegt der deutsche Vizemeister mit seiner im Mai gelaufenen Zeit (20,29 sec) Platz sechs in der Meldeliste.

Sprinter Joshua Hartmann peilt das Finale an

Auch der DM-Dritte Joshua Hartmann (27/ASV Köln) peilt das Finale an: „Ich will unbedingt unter die besten Acht und meine Saisonbestzeit (20,43 sec, Anm. d. Red.) unterbieten.“ Bei seiner letzten EM-Teilnahme 2024 war der deutsche 200-Meter-Rekordhalter noch als Favorit angereist, doch ein Fehlstart besiegelte das Aus im Vorlauf.

Hartmanns Mannschaftskamerad Marvin Schulte (27) bereitet sich derweil auf einen Staffel-Einsatz vor. „Eigentlich müsste er an Position zwei gesetzt sein“, sagt sein Heimtrainer Jannik Engel. „Marvin ist als Staffelläufer einfach eine Bank – das ist seine Paraderolle.“ Gut möglich, dass der DLV erneut Kevin Kranz (Wetzlar), Schulte, Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah (beide Hamburger SV) auf die Stadionrunde schickt. Jenes Quartett, das im Mai in Botswana zum deutschen Rekord (37,67 sec) stürmte. Bei den jüngsten Deutschen Meisterschaften trug Schulte als einziger Kölner 100-Meter-Finalist (7.) maßgeblich zur Goldmedaille der ASV-Staffel bei. „Auch in Birmingham ist der Titel drin“, sagt Engel. „Eine EM-Medaille muss das Ziel sein.“ Zumal Kranz, Ansah, Deniz Almas und Ansah-Peprah 2024 eine Zeit von 38,52 Sekunden reichte, um EM-Bronze zu holen.