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LeichtathletikKölner Sprinter sichern sich Gold bei U-23-DM

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Deutsche Meisterschaften U23/U18 Bochum-Wattenscheid, 05.07.2026 Timon Dethloff Cologne Athletics Deutsche Meisterschaften U23/U18 im Lohrheide-Stadion in Bochum-Wattenscheid am 05.07.2026, Nordrhein-Westfalen. *** German U23 and U18 Championships, Bochum-Wattenscheid, July 5, 2026, Timon Dethloff, Cologne Athletics German U23 and U18 Championships at Lohrheide Stadium in Bochum-Wattenscheid on July 5, 2026, North Rhine-Westphalia Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/KJPetersx

Timon Dethloff von den Cologne Athletics feiert den DM-Titel bei der U 23 über 110 Meter Hürden.

Die 4x100-Meter-Staffel des LT DSHS und Hürdenläufer Timon Dethloff von den Cologne Athletics holen in Wattenscheid den Titel.

Vier Medaillen, zwei Titel und ein Knotenlöser: Die Deutschen U-18- und U-23-Meisterschaften in Wattenscheid hatten es aus Sicht der Kölner Leichtathletik in sich.

Das goldene Quartett: Die 4x100-Meter-Staffel des LT DSHS Köln hat selbst die hohen Erwartungen übertroffen. „Aus der geplanten Medaille ist Gold geworden“, kommentierte Trainer Jörg Kölsch den DM-Coup von Johannes Geier, Elias Fries, Jonathan Reich und Ole Harmuth. Das U-23-Quartett hatte in 40,42 Sekunden nicht zuletzt den SSC Berlin (2./40,48 Sekunden) und die LG München (3./40,53) in Schach gehalten: „Auch meine Prognose von 40,50 Sekunden haben die Jungs unterboten.“

Dabei sah der LT-Coach bei den Wechseln sogar „Luft nach oben. Wir sind allerdings bewusst nicht volles Risiko gegangen, da wir auf unser läuferisches Potenzial vertraut haben.“ Überhaupt war der Staffel-Wettbewerb fest in Kölner Hand: Die Cologne Athletics um Noah Müller, Timon Dethloff, Tom Schwartz – der Ersatzläufer wurde zudem U-18-Vierter über 200 Meter (21,45/Persönliche Bestleistung) – und Fynn Bredemeier schrammten am Podium vorbei (4./40,67), während der ASV Köln Rang sieben belegte (41,69). Direkt dahinter landete der TuS Köln rrh. (41,92/Vereinsrekord).

Ich freue mich über meine Bestzeit, aber in drei Wochen bei der Aktiven-DM  soll vorne die 13 stehen
Timon Dethloff, Hürdensprinter der Cologne Athletics

Der Titelverteidiger: Timon Dethloff hat es wieder getan. Der U-23-Athlet der CA rannte in 14,09 Sekunden zum Titel über 110 Meter Hürden und wiederholte damit seinen Triumph aus dem Vorjahr. Dabei hatte Bruno Betz (LAZ Ludwigsburg) schon wie der sichere Sieger ausgesehen, doch die Nummer eins der Meldeliste strauchelte an der letzten Hürde. Dethloff registrierte den Sturz aus dem Augenwinkel und konstatierte hinterher: „Da war der Weg plötzlich frei. Ich freue mich über meine Bestzeit, aber in drei Wochen (bei der Aktiven-DM, Anm. d. Red.) soll vorne die 13 stehen.“ Das Podium komplettierten Lukas Kleinschrodt (Münster, 14,22) und Arne Döring (LAC Chemnitz, 14,49).

Der Vizemeister: Benedikt Schweizer von den CA krönte einen starken U-23-Wettkampf mit Silber: Im dritten Versuch beförderte er den 7,26 Kilogramm schweren Wurfhammer 63,74 Meter weit. Der Vorsprung auf Rang drei betrug satte 28 Zentimeter. Der Titel ging an Tim Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim/67,56 m). CA-Trainer Sergej Litvinov, früher selbst erfolgreicher Hammerwerfer, durfte sich zudem über einen vierten Platz seines U-18-Schützlings Filipp Broeer freuen (60,55).

Der lachend-weinende Dritte: Für Milan Klosowski endete der Dreisprung-Wettkampf mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits trennte den U-23-Athleten der CA nicht viel vom Silber- (10 cm) und Goldrang (39), andererseits betrug der Vorsprung auf Platz vier auch nur sechs Zentimeter. Trotz des Winds hatte der Schützling des immer noch amtierenden deutschen Dreisprung-Rekordhalters Ralf Jaros einen stabilen Wettkampf mit fünf gültigen Würfen hingelegt, wobei ihm der dritte Bronze bescheren sollte (15,51 m).

Die medaillenlos Glücklichen: U-23-Athlet Tino Bovender vom LT pulverisierte bereits im Vorlauf über 400 Meter Hürden seine persönliche Bestzeit (52,85 Sekunden), ehe er im Finale dank einer starken Schlussgeraden in 52,62 Sekunden auf Rang fünf rannte – und sich so die Norm für die Aktiven-DM sicherte. „Endlich ist der Knoten geplatzt“, sagte Trainer Sebastian Fiene.

Während Teamkollege Ben Wehner im U-18-Stabhochsprung ebenfalls eine Bestmarke verbuchte (4./4,70 m), stach Disziplinkollegin Lynn Pöppelmann in der U-23-Klasse heraus. Als U-20-Athletin, wohlgemerkt. Sie gewann ihr Rennen (58,84 sec/PB) und verbuchte die zweitschnellste Vorlaufzeit. Aufs Finale verzichtete das Hürden-Ass des TuS Köln rrh. allerdings, schließlich liegt der Fokus auf der am Wochenende am gleichen Ort stattfindenden U-20-DM. Dort geht es um das Ticket für die Weltmeisterschaften in Eugene (USA).