Der Torwarttrainer bleibt beim Drittligisten, muss aber eine Rotsperre absitzen. Die Viktoria will das Ostseestadion verstummen lassen.
Viktoria KölnKevin Rauhut verlängert Vertrag und fehlt bei Hansa Rostock

Kevin Rauhut, Torwart- und Standardtrainer der Viktoria
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Marian Wilhelm hatte seinen Vertrag bei Viktoria Köln bereits Mitte März verlängert. Auf die Unterschrift des Chef- folgte nun die Unterschrift des Torwarttrainers. Auch Kevin Rauhut bleibt beim Höhenberger Drittligisten. Parallel zum Abschluss des neuen Vertrags beendete der 36-Jährige endgültig seine aktive Karriere. Als Stand-by-Nummer drei gehörte Rauhut in der Hinrunde zweimal zum Spieltagskader der Viktoria, hatte aber im Training kaum mehr die Handschuhe angezogen. Fortan kann er sich komplett auf seine Funktionen als Torwart- und Standardtrainer der Viktoria fokussieren.
Profivertrag für Torhüter David Wyciok
„Kevin bringt in der täglichen Arbeit als Torwarttrainer und bei den Standards neben seinem positiven Charakter viel Energie und Akribie ins Trainerteam ein“, sagte Valentin Schäfer, Sportlicher Leiter der Viktoria. „Mit der Verlängerung meines Vertrags als Torwarttrainer und dem gleichzeitigen Ende meiner aktiven Laufbahn beginnt für mich ein neuer Abschnitt, auf den ich mich sehr freue“, erklärte Rauhut. Während der Routinier seine aktive Karriere beendete, nimmt eine andere Fahrt auf: David Wyciok, die 18 Jahre alte Nummer eins von Viktorias U-19-Team, hat seinen ersten Profivertrag unterschrieben. „Neben seiner Größe und den Qualitäten auf der Linie ist er ein spielstarker Torwart, der wichtige Skills für unseren fußballerischen Ansatz mitbringt. Wir wollen ihn bestmöglich weiterentwickeln und hoffen, dass er eines Tages auch im Sportpark Höhenberg zwischen den Pfosten steht“, sagte Schäfer.
Torwarttrainer Rauhut wird Spiel eins nach seiner Vertragsverlängerung allerdings nur aus der Ferne beobachten können. Für die Partie am Samstag bei Hansa Rostock (14 Uhr) ist der 36-Jährige wegen seiner im Nachgang des Heimspiels gegen Rot-Weiss Essen (1:2) kassierten Roten Karte gesperrt.
Verthomy Boboy ist gesperrt, Florian Engelhardt verletzt
In Rostock möchte die Viktoria nach zuletzt vier Liga-Niederlagen in Serie eine Kehrtwende vollziehen. Selbstvertrauen könnte der souveräne 4:1-Erfolg im Mittelrheinpokal-Halbfinale bei Eintracht Hohkeppel gegeben haben. „Eine gute, seriöse Leistung. Wir haben nichts anbrennen lassen“, sagte Mittelfeldspieler Lucas Wolf. Jetzt solle gegen Rostock nachgelegt werden.
Trainer Wilhelm warnte vor einer „unfassbaren Fußballmannschaft. Sie bringen viel Wucht und Körperlichkeit mit. Dazu eine fußballerische Qualität, sie strahlen statistisch die größte Torgefahr der Liga aus, auch wenn sie nicht immer alles reinmachen“. Ein weiterer Faktor sei das Ostseestadion. „Wenn sie in einen Rausch kommen, kann das Stadion sie tragen. Aber wenn du so ein Stadion ruhig bekommst, ist das ein gutes Gefühl“, meinte Wolf. Klar ist laut Wilhelm: „Wir müssen an unser Limit gehen, vielleicht in gewissen Phasen auch darüber hinaus.“ Verzichten muss der Trainer auf den gelbgesperrten Verthomy Boboy sowie den angeschlagenen Florian Engelhardt.


