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Spiel bei Hoffenheim IIViktoria Köln will Wut in Energie umwandeln

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3.Liga: FC Viktoria Köln - SV Waldhof Mannheim Köln 31.01.2026 Lucas Wolf FC Viktoria Köln, 21 emotionell reagiert auf die Entscheidung vom Schiedsrichter 3.Liga: FC Viktoria Köln - SV Waldhof Mannheim Sportpark Höhenberg, Köln 31.01.2026 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi video. *** 3 Liga FC Viktoria Köln SV Waldhof Mannheim Köln 31 01 2026 Lucas Wolf FC Viktoria Köln, 21 reacts emotionally to the decision of the referee 3 Liga FC Viktoria Köln SV Waldhof Mannheim Sportpark Höhenberg, Köln 31 01 2026 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/Buriakovx

Fehlt der Viktoria gesperrt: Lucas Wolf (links)

Das Spiel am Sonntagabend ist der Auftakt zu zwei harten englischen Wochen für die Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm.

Zum Auftakt der zurückliegenden Trainingswoche stand beim FC Viktoria Köln zunächst das Thema Frustbewältigung auf dem Programm. Das 2:2 im heimischen Sportpark Höhenberg am Karnevalsfreitag gegen Erzgebirge Aue habe seiner Mannschaft noch in den Knochen gesteckt, berichtete Coach Marian Wilhelm. Überraschend ist das kaum – immerhin hatte die Viktoria nach guter Leistung und einer 2:0-Führung die Partie nach Defensiv-Patzern und krassen Fehlentscheidungen des Schiedsrichters noch aus der Hand gegeben und eine frühzeitigte Erleichterung im Kampf um den Klassenerhalt verpasst. „Es war eine gefühlte Niederlage, ganz klar. Die Jungs hatten Wut im Bauch“, so Wilhelm. „Im Kopf mussten wir davon wegkommen, den Punkten hinterher zu trauern. Wir wollten diese Wut in positive Energie umwandeln.“

Fünf Spiele in 13 Tagen für Viktoria Köln

Denn die kommenden beiden Wochen haben es ihn sich: 13 Tage, fünf Partien. Den Auftakt macht das Spiel am Sonntagabend bei der TSG 1899 Hoffenheim II (19.30 Uhr). „Es ist eine besondere Phase, die ansteht. Wir müssen Kräfte sammeln und die Belastung gut steuern“, kündigte Wilhelm an. Denn die personelle Lage der Viktoria bleibt angespannt. Kapitän Christoph Greger fehlt weiter aufgrund seiner langwierigen Rückenbeschwerden. Die Winter-Zugänge Joel Vega Zambrano und Taylan Duman haben muskuläre Probleme und stehen ebenso wenig zur Verfügung wie der gelbgesperrte Lucas Wolf. Meiko Sponsel und Frank Ronstadt waren unter der Woche erkältet – ob sie Startelf-Kandidaten sind, ist unklar. „Vor den englischen Wochen wollen wir kein Risiko eingehen, dass einer der Jungs dann noch länger ausfällt. Das macht die Situation herausfordernd.“

Den größten Unterschied zu den vergangenen Partien, in denen die Höhenberger über weite Phasen guten Fußball gespielt hatten, sich aber nicht belohnen konnten, macht der Ausfall von Wolf. Der 24-Jährige hatte sich in den vergangenen Monaten zu einem Schlüsselspieler im Zentrum entwickelt. Zusammen mit Florian Engelhardt und Leonhard Münst bildete er die Schaltzentrale der Viktoria. Als Trio konnten sie fast alle Situationen fußballerisch lösen und immer wieder Angriffe einleiten. Wolf tat sich dazu als bissiger Zweikämpfer und dribbelfreudiger Mittelfeldspieler hervor.

Wer ersetzt den gesperrten Lucas Wolf?

Gegen Hoffenheim könnte Trainer Wilhelm nun auf eine defensivere Variante bauen. Kandidaten für den vakanten Posten im Zentrum sind Tim Kloss und Tobias Eisenhuth, jeweils eher Verteidiger als Gestalter. Mit Blick auf die Stärken des Gegners könnte die Ausrichtung allerdings die genau richtige sein. „Sehr intensiv, sehr lauffreudig und fußballerisch stark“, erwartet Wilhelm die TSG-Reserve. Der Respekt ist groß, obwohl Hoffenheim in diesem Jahr noch sieglos ist. Neben den Niederlagen gegen Havelse (0:4), Aachen (2:3), Cottbus (1:3) und Verl (1:3) gab es ein 2:2 gegen Rostock. „Aber die Mannschaft, die am Sonntag antreten wird, hat vermutlich wenig mit den Mannschaften der letzten Wochen zu tun. Und die waren schon echt stark“, so Wilhelm. „Ich erwarte sie in voller Mannschaftsstärke. Das waren sie, wegen Verletzungen und Abstellungen zu den Profis, zuletzt selten.“