Abo

KommentarZweifel an Sebastian Vettels Können sind angebracht

2 min
GYI_1161970092

Sebastian Vettel fährt Max Verstappens Wagen ins Heck

  1. Der vierfache Weltmeister findet im Ferrari immer neue Wege des Versagens
  2. Der Fehler in Silverstone war der Tiefpunkt der Missgeschicke dieser Saison

Köln – Vor dem Großen Preis von Großbritannien hat Sebastian Vettel gesagt, er träume noch vom Gewinn des Weltmeistertitels 2019. Vermutlich war das näher an der Wahrheit, als er es ausdrücken wollte. Denn dieser Titel ist in keiner anderen Sphäre als der des Traumes mehr zu gewinnen. Aus zwei Gründen: Ferrari ist zu schlecht. Und Vettel ist es auch.

Die Kombination aus Maranello und Heppenheim hat es in dieser Saison auf beeindruckende Weise geschafft, ihre Einzel-Defizite zu einem großen, ganzen Versagen zu bündeln. Wenn der Wagen mal ordentlich fuhr, versemmelte es der Fahrer. Und wenn der Fahrer keinen Fehler machte, war das Auto zu langsam. In Silverstone kam jetzt beides zusammen. Ferrari war Mercedes wie immer, außer in Hitzerennen, hoffnungslos unterlegen. Und als Vettel durch eine glückliche Safety-Car-Phase die Chance bekam, aufs Podest zu fahren, verbremste er sich spektakulär und fuhr seinem Lieblingsgegner Verstappen wie ein Anfänger ins Heck.

Wer so viel Schrott produziert, ist auch dafür verantwortlich

Es ist an der Zeit, die Leistungsfähigkeit des vierfachen Weltmeisters aus Hessen anzuzweifeln. Seit seinem unglaublichen Fehler im Sommer 2018, als er in Hockenheim unbedrängt von der Strecke rutschte und den Sieg wegwarf, präsentiert sich der 31-Jährige als unberechenbarer Hasardeur, der das Risiko immer dort sucht, wo es nicht beherrschbar ist und in Standardsituationen Wege findet, erstaunlich zu versagen. Dass die Regelwächter dazu übergehen, die Schuld  immer bei ihm zu suchen, wie beim aberkannten „Sieg“ in Kanada, ist kein Zufall. Wer so viel Schrott produziert wie Vettel, ist in der Summe auch dafür verantwortlich.