Das Team von Trainer Michael Koch setzt sich gegen Tübingen mit 94:81 durch.
BasketballBayer Giants Leverkusen senden positives Signal im Abstiegskampf

Luca Kahl (rechts) zeigte eine starke Leistung für die Bayer Giants Leverkusen.
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Das war ein ganz wichtiger Sieg der Bayer Giants am Samstagabend in der Ostermann-Arena: Das 94:81 (50:47) über die Tigers aus Tübingen entsprang nicht nur einer über weite Strecken starken Leistung, sondern er ließ die Leverkusener zumindest vorerst auf einen Nichtabstiegsplatz in der zweiten Basketball-Bundesliga klettern. Ein positives Signal für Mannschaft und Fans des Rekordmeisters.
Dieser Partie drückte ein Spieler seinen Stempel auf, der in dieser Spielzeit bislang offensiv kaum in Erscheinung trat, was sicherlich auch daran lag, dass er auf einer Position aushelfen musste, die nicht unbedingt seinem Profil am besten lag. Die Rede ist von Luca Kahl. Nach der Verletzung von CJ Oldham fand sich Kahl häufiger als Power Forward wieder. Seit der Verpflichtung von Lok Wur ist er wieder mehr als Flügel unterwegs, was ihn anders auftreten lässt.
Bayer Giants zeigen das,was Trainer Michael Koch sehen will
Die Zahlen der letzten Partien belegen dies. Gegen Münster kam Kahl auf zwölf Zähler, gegen Tübingen erzielte er mit 22 Punkten einen persönlichen Bestwert in dieser Liga. Vier von sechs Dreiern, dazu ein paar Rebounds – Kahl war ein ganz wichtiger Faktor für diesen Sieg. Bereits im ersten Viertel, das die Gastgeber mit 28:11 für sich entschieden, war der 28-Jährige mit acht Zählern der erfolgreichste Werfer. Danach streute Kahl in jedem weiteren Viertel Punkte ein; gerne mit Dreiern, die er – oft gut herausgespielt – hochprozentig versenkte.
„Mir ist es wichtiger, dass wir gewinnen, als dass ich Bestwerte erziele“, erklärte er nach der Partie. Die Einstellung eines Teamplayers. Das ist das, was Headcoach Mike Koch sehen will. Und das bekam er von seiner Mannschaft auch über weite Strecken präsentiert. Dem starken Auftaktviertel folgten zehn Minuten, in denen Tübingen besser traf. Die Tigers kamen beim 37:35 (15. Minute) bis auf zwei Zähler heran, danach trafen John Williams und Lok Wur (per Dreier) zum 42:35; Luca Kahl erhöhte auf 45:35, und schon war wieder etwas mehr Luft zwischen den beiden Teams. Aber Tübingen blieb dran und verkürzte bis zur Pause auf 50:47. Alles war offen.
Mir ist es wichtiger, dass wir gewinnen, als dass ich Bestwerte erziele
Auch im dritten Viertel gab es mehrere kleine Achterbahnfahrten für die Anhänger der Teams: Leverkusen setzte sich ab (59:49), kurz darauf war Tübingen wieder in Reichweite (59:56), ehe sich die Bayer-Korbjäger wieder per Dreier durch Kahl zum 62:56 und weiteren Zählern von Wur auf 68:56 davonmachten.
Die Entscheidung war dies aber nicht, denn die Tigers ließen sich nicht abhängen. Nach fünf Minuten im Schlussviertel hieß es nur noch 78:76 für Leverkusen; alles war wieder offen. Kobe Langley per Korbleger und „Manni“ Brach per Dreier erhöhten auf 83:76 und spätestens nach dem vierten Dreiter von Kahl zum 90:80 war klar, dass die Giants diese Partie gewinnen würden.
Coach Koch zeigte sich weitestgehend zufrieden: „Wir haben vor dem Spiel die Tabelle an die Tafel gemalt; geschaut, wo wir stehen und wie wichtig diese Partie damit für uns ist. Reality-Check. Es ging und geht darum, das wir gemeinsam als Team diese schwere Zeit überstehen und ich glaube, das haben wir dann auch im Spiel ganz gut umgesetzt.“
Bayer Giants: Kahl (22), Williams (15), Heinzmann (14/8 Rebounds), Langley (14/8 Assists/8 Rebounds), Wur (11/10 Rebounds), Urbansky (8), Nicholas (5), Brach (5), Lynch, Nita.

