Abo

BasketballBei den Bayer Giants Leverkusen herrscht Katerstimmung

3 min
Ricardo Lynch Giants Leverkusen,No.11 in Aktion gegen Raphael Falkenthal Eisbären Bremerhaven,No.02 DEU, Leverkusen, 18.10.2025 Basketball, BARMER 2. BAsketball-Bundesliga Pro A, 4. Spieltag, Bayer Giants Leverkusen - Eisbären Bremerhaven *** Ricardo Lynch Giants Leverkusen,No 11 in action against Raphael Falkenthal Eisbären Bremerhaven,No 02 DEU, Leverkusen, 18 10 2025 Basketball, BARMER 2 BAsketball Bundesliga Pro A, Matchday 4, Bayer Giants Leverkusen Eisbären Bremerhaven

Für Ricardo Lynch (beim Wurf) und die Bayer Giants Leverkusen gab es am Sonntag kein Durchkommen. 

Auch zum Auftakt des Jahres 2026 gelingt dem Team von Trainer Michael Koch beim 73:84 gegen Paderborn kein Erfolg.

So wie das Jahr 2025 für die Bayer Giants endete, so begann das Jahr 2026: mit einer Niederlage. Gegen die Paderborn Baskets, die bislang nur einen Sieg mehr auf ihrem Konto hatten, gab es ein sehr ernüchterndes 73:84 (41:42).

Nach der Pleite herrschte Katerstimmung in der Ostermann-Arena. Das lag vielleicht noch nicht einmal so sehr an der Niederlage selbst als vielmehr am Auftritt der Giants. Die hatten sich in den 40 Minuten als zu einfalls- und oft auch als kopflos erwiesen, was mitunter für Fassungslosigkeit auf den Rängen und auch auf der Leverkusener Trainerbank sorgte.

Bayer Giants treffen zu viele schlechte Entscheidungen

Die war übrigens so üppig wie schon lange nicht mehr besetzt gewesen: Neben Mike Koch fanden sich dort nicht nur Philipp Stachula und Kevin Koch, sondern auch Hansi Gnad ein, der offiziell nur noch als Teammanager und Sportdirektor aktiv sein soll. So sah es während der Partie aber nicht aus.

Aber auch das Engagement des Kapitäns der Europameisterschaftstruppe von 1993 brachte letztlich nicht das Ende der Niederlagenserie mit sich, weil es auf dem Parkett wieder zu viele Ausfälle und zu viele schlechte Entscheidungen gab. Alleine letztere könnten den kompletten Text beanspruchen. Zur Auswahl zumindest zwei: Center-Ass Dennis Heinzmann, der von Paderborns Defense gut aus dem Spiel genommen wurde, holte sich im dritten Viertel unmittelbar hintereinander zwei absolut vermeidbare Fouls, die Nummer drei und vier bedeuteten und ihn erst mal auf der Bank Platz nehmen ließen.

Kurz darauf nahm Paderborn in letzter Sekunde einen Notwurf, der zum Airball geriet, dann aber bei einem Gäste-Akteur landete, der die Kugel aus nächster Nähe nur noch reinlegen musste. Dabei wurde er von Kahl gefoult, der sich beschwerte und für sein Reklamieren sofort ein Technisches Foul angehängt bekam. So machte Paderborn aus dieser Situation ein Vierpunktespiel.

Trotz aller Unzulänglichkeiten lagen die Giants in der ersten Hälfte immer wieder vorn, weil auch Paderborn alles andere als glänzte. Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste um den starken Jonathan Klussmann aber fokussierter, machten weniger Fehler, trafen die besseren Entscheidungen und setzten sich kurz vor dem Ende des dritten Viertels zum ersten Mal auf zehn Punkte (54:64) ab. Diesem Rückstand rannten die Bayer-Korbjäger bis zur Schlusssirene hinterher.

In den letzten Minuten gab es sogar die Chance, die Partie noch mal enger zu gestalten und Paderborn ins Schwimmen zu bringen, aber erneut gab es zu viele negative Entscheidungen wie Ballverluste oder schlechte Würfe.

Auf Giants-Trainer Michael Koch wartet viel Arbeit

Einen rabenschwarzen Tag erwischte in der Offense Sebastian Brach, bei dem kaum ein Wurf sein Ziel (1:8 Dreier) fand, wobei die Versuche allesamt in Ordnung waren und auch so genommen werden mussten. Erfolglos aus nächster Nähe blieb Sören Urbansky, was zwar nicht spielentscheidend war, aber ein weiteres Mosaikstückchen zur Niederlage darstellte.

Es wartet viel Arbeit auf Headcoach Mike Koch, diese verunsicherte Mannschaft wieder auf Vordermann zu bringen. Schon in der Vorbesprechung zum Paderborn-Duell hatte Koch die Rückkehr von Konstanz beschworen; am Sonntag gelang dies absolut nicht. Der nächste Heimspielgegner ist Crailsheim. Der Tabellendritte. Vielleicht ist dieser Gegner „einfacher“, weil die Giants Außenseiter sind.

Bayer Giants: Williams (18), Lynch (13), Langley (12), Nicholas (11), Heinzmann (8), Brach (6), Ziring (3), Urbansky (2), Kahl.