Mit dem 95:74 verschafft sich das Team von Trainer Michael Koch Luft im Abstiegskampf und sichert sich den bei Punktgleichheit entscheidenden direkten Vergleich.
BasketballDoppelter Erfolg für die Bayer Giants Leverkusen in Paderborn

Sören-Eyke Urbansky (Mitte) und die Bayer Giants Leverkusen zeigten in Paderborn eine starke Teamleistung.
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Wenn die Gästefans in einer Halle „Auswärtssieg!“ skandieren, hat die Heimmannschaft ihre Partie verloren. In der vergangenen Woche freuten sich in der Leverkusener Ostermann-Arena die Anhänger von Phoenix Hagen über den Erfolg ihres Teams.
Am Samstagabend waren es die Anhänger der Bayer Giants, die den 95:74 (53:39)-Sieg Leverkusens in der zweiten Basketball-Bundesliga (Pro A) bei den Paderborn Baskets feierten. Es war ein ganz wichtiger Erfolg der Giants, die nicht nur zwei weitere Zähler im Kampf um den Klassenerhalt einkassierten, sondern auch noch die Niederlage mit elf Punkten aus dem Hinspiel wettmachten. Sollten beide Teams am Saisonende punktgleich sein, stünden die Bayer-Basketballer vor Paderborn.
Als ob das Team um Kapitän Dennis Heinzmann um diese Bedeutung wusste, legte es von Beginn an hochkonzentriert los. Nach knapp sieben Minuten führte Leverkusen mit 24:15. Zuvor hatte Kobe Langley schon ein für ihn seltenes Highlight gesetzt: Der Aufbauspieler schloss per Dunk ab. Auch ein Signal. Als John Williams zum 28:15 traf, kippte der direkte Vergleich schon früh zum ersten Mal auf die Seite Leverkusens (10.).
Fortan lagen die Gäste zur Freude der mehr als 50 sehr lautstarken Bayer-Fans immer vorn. Das Team von Michael „Mike“ Koch behielt die Kontrolle über das Geschehen. Wurde es mal zu wild bei den Bayer-Profis, nahm Koch eine Auszeit und sorgte wieder für Ordnung. Zur Pause lagen die Gäste mit 14 Punkten vorne. Langley, Urbansky und Lok Wur hatten bis dahin jeweils neun Punkte erzielt.
Es war ein extrem starkes Spiel von uns. Jeder Spieler hat gepunktet, jeder hat zum Sieg beigetragen
Nach dem Seitenwechsel ging es ähnlich stark weiter: Beim 63:43 lagen zum ersten Mal 20 Punkte zwischen beiden Teams; zum Ende des dritten Viertels waren es beim 72:57 nur noch 15 Zähler. Bedenklich zu diesem Zeitpunkt die schlechte Freiwurfquote: neun Treffer bei 17 Versuchen.
Eng wurde es dann doch noch. Zumindest, was den direkten Vergleich anging. Beim 77:65 (34.) schien er zu kippen, doch Heinzmann und Williams sorgen dafür, dass es wieder deutlich wurde. „Es war ein extrem starkes Spiel von uns. Jeder Spieler hat produziert, jeder hat gepunktet, jeder hat zum Sieg beigetragen. Unsere Verteidigung war wieder sehr stark“, befand Coach Koch hochzufrieden.
Bayer Giants: Langley (17), Wur (16), Heinzmann (14), Kahl (13), Williams (11, Urbansky (9), Nicholas (6), Lynch (5), Brach (4), Nita (n.e.).

