Das Team von Trainer Patrick Reusch geht nach dem 82:71 gegen Göttingen als Meister der Zweitliga-Nordstaffel in die Playoffs.
BasketballMeisterlicher Auftritt der Wings Leverkusen

Natalie Villaflor erzielte im Spitzenspiel gegen Göttingen 18 Punkte für die Wings Leverkusen.
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Wenn es noch eines Beweises für die Entwicklung der Wings Leverkusen bedurft hätte, so hätte das Team von Coach Patrick Reusch ihn am Samstag in der Heisenberg-Halle abgeliefert: Gegen den bisherigen Spitzenreiter der Zweiten Bundesliga-Nord BG 74 Veilchen Ladies aus Göttingen gab es am letzten Spieltag der Hauptrunde einen souveränen 82:71 (44:38)-Sieg, der die Wings an die Tabellenspitze brachte und zum Meister der Nord-Liga werden ließ.
Die mitgereisten Fans Göttingens hatten von Beginn an nur wenig Grund zum Optimismus, denn ihr Team geriet gegen die stark aufspielenden Leverkusenerinnen schnell in Rückstand. Fielen die erste Körbe der Partie in der gut besetzten Halle noch vergleichsweise einfach durch Korbleger, wurde es anschließend deutlich intensiver. „Wir wussten, dass es ein physisches Spiel werden würde. Entsprechend haben wir uns vorbereitet. Das war neben der Vorbereitung auf alle Spielzüge Göttingens ein wesentlicher Aspekt für den Sieg: Wir haben das physische Spiel angenommen und uns sehr gut behauptet“, stellte Coach Patrick Reusch anschließend zufrieden fest.
Göttingen führte mit 2:0 und 4:2; danach übernahmen die Wings das Kommando. Immer wieder ließen sie den Ball und damit die Defense des Gegners laufen, fanden klasse die Lücken und die freien Mitspielerin. Besonders stark präsentierten sich im Spitzenspiel die drei US-Amerikanerinnen Tessa Brugler, Natalie Villaflor und Kendra Parra, die mit ihren Aktionen die Veilchen Ladies ein ums andere Mal vor große Probleme stellten. Brugler war in Korbnähe kaum zu bremsen; Villaflor sorgte mit ihrer Dynamik und ihrem Tempo permanent für Gefahr, egal von welcher Position. Parra feierte zur Begeisterung der Fans in dieser Partie gleich zwei Vier-Punkte-Erfolge, weil sie bei getroffenen Dreiern gefoult wurde und dann auch noch die Freiwürfe versenkte. Eine doppelte Rarität.
Auch noch stark und mehrfach gut in Szene gesetzt: Olivia Okpara. Der Rest des Teams kämpfte meisterhaft und sorgte im Verbund mit dem gerade aufgeführten Quartett dafür, dass der Vorsprung kein einziges Mal mehr abgegeben wurde, zwischenzeitlich mal deutlicher wurde (41:31, 18. Minute; 57:39, 26.; 74:54, 35.), um dann wieder etwas geringer zu werden. In Gefahr geriet der Erfolg der Wings, die nun in der ersten Playoff-Runde auf den Tabellenvierten der Süd-Liga, die Qool Sharks Würzburg, treffen werden, zu keinem Zeitpunkt mehr.
Wir hatten immer die richtigen Antworten auf dem Feld parat – egal, was Göttingen versuchte
„Wir hatten immer die richtigen Antworten auf dem Feld parat – egal, was Göttingen versuchte“, stellte Patrick Reusch zufrieden fest. Auch Natalie Villaflor und Kendra Parra, zwei der drei sehr starken US-Girls, strahlten nach der Partie. „Wir haben schnell gemerkt, dass es heute gut für uns laufen wird“, meinte Villaflor. „Die Coaches und wir sind happy“, ergänzte Parra.
Wings Leverkusen: Brugler (18), Villaflor (18), Parra (16), Okapara (12), Kampes (8), Kröner (4), Arz (3), Hartmann (3), Balcerak, Kerluku.
