Die Elf von Trainer Stefan Müller erwischt beim 0:3 gegen Heiligenhaus einen schwarzen Tag - inklusive eines kuriosen Gegentores.
BezirksligaSV Bergfried sorgt bei Niederlage für Slapstick-Einlage

Maximilian Ueing, Torhüter des SV Bergfried.
Copyright: Uli Herhaus
Die Heimniederlage gegen den Heiligenhauser SV wird Stefan Müller noch länger im Gedächtnis bleiben. Beim 0:3 (0:1) seines SV Bergfried Leverkusen gab es ein Eigentor der Marke „Slapstick exklusiv“. „So etwas habe ich in meiner langen Laufbahn auch noch nicht gesehen“, meinte der Coach des Bezirksligisten.
Schon in der achten Minute spielte Torwart Maximilian Ueing einen Risiko-Pass zu Noah Skalbanian. Der war mit der Situation überfordert und bugsierte den Ball in Richtung eigenes Tor zurück. Beim Versuch den „Rückpass“ per Kopf zu klären, scheiterte Keeper Ueing kläglich, sodass Skalbanian als Eigentorschütze gelten musste.
Am Ende hat uns auch ein bisschen der Glaube gefehlt. Wir hätten noch bis Montag spielen können und machen wahrscheinlich kein Tor mehr
„Es gibt so Tage, das passiert uns sicher nicht noch einmal“, meinte Müller. Wegen des vorherigen 9:0-Kantersiegs in Brühl durfte der Heimtrainer eigentlich optimistisch sein. Als er das Slapstick-Eigentor sah und danach die vergebene Großchancen von Jan Fromke (47.) und Rene Rekus und Till Juber (57.), wurde ihm aber klar, dass der Siebte gegen den Zehnten nicht viel holen wird.
„Das 0:2 hat uns dann richtig den Stecker gezogen“, sprach er über Moritz Haubrichs Tor in der 65. Minute. Der Heiligenhauser erwischte die gastgebenden Leverkusener im Konter und brachte sein Team endgültig auf die Siegerstraße. „Am Ende hat uns auch ein bisschen der Glaube gefehlt. Wir hätten noch bis Montag spielen können und machen wahrscheinlich kein Tor mehr“, kommentierte Müller die Schlussphase. Den Willen konnte er seiner „stets bemühten“ Mannschaft gar nicht absprechen. Spätestens als Jan Bosbach für die Gäste das 0:3 markiert hatte, gingen die Köpfe nach unten (90.).
„Ich bin wirklich froh, dass dieses Spiel vorbei ist und wir es nächste Woche wieder besser machen können“, lautete das ehrliche Resümee des Heimtrainers. Bei der SpVg. Rheindörfer soll an Pfingstmontag ein anderer Geist herrschen.
