A-Junioren unterliegen im DM-Achtelfinale beim 1. FC Heidenheim nach Verlängerung mit 1:3.
NachwuchsfußballDer Titeltraum von Bayer 04 Leverkusen ist geplatzt

Bayer-Keeper Simeon Rapsch konnte das Aus nicht verhindern.
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Der Vizemeister ist raus, der Traum von einem erneuten Endspiel um die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft geplatzt. Die Nachwuchsfußballer von Bayer 04 unterlagen im Achtelfinale beim 1. FC Heidenheim 1846 mit 1:3 (0:0, 1:1) nach Verlängerung. „Die Enttäuschung ist riesengroß. Wir wollten unbedingt weiterkommen“, erklärte Leverkusens Co-Trainer Hüzeyfe Dogan.
Im Leverkusener Mannschaftsbus herrschte dann auch arg gedrückte Stimmung, als dieser in Ostwürttemberg startete. Still und zögerlich wurden die vorbereiteten Nudeln verzehrt, während es zurück ins Rheinland ging. „Großen Appetit hat gerade niemand. Im Moment sind die Jungs einfach kaum zu trösten“, so Dogan.
Für Bayer 04 Leverkusen ist das Spiel ein Spiegelbild der Saison
Hinter Akteuren und Verantwortlichen lag ein Spiel, das zum Spiegelbild der Saison geworden war. Trotz einiger guter Momente fehlte dem Team um Bayer-Trainer Kevin Brok der durchschlagende Erfolg. Der Niederländer hatte seine Startformation im Vergleich zum 1:3 zum Abschluss der Hauptrunde gegen den 1. FC Union Berlin auf drei Positionen verändert und Emmanuel Chigozie Owen, Nebe Sirak Domnic und Burak Kir für Axel Tape, Ivan Massek und Isaiah Eichie auf den Platz geschickt.
Diese Elf erwischte einen ordentlichen Start: Owen tauchte früh im Strafraum der Gastgeber auf, suchte mit seinem Abspiel aber vergeblich einen Mitspieler. Fortan war Heidenheim die torgefährlichere Mannschaft. Bayer-Keeper Simeon Rapsch musste einige Male seine Klasse zeigen. Erst in der 58. Minute kam Bayer 04 einem Torerfolg wieder nahe: Nach einer Ecke von Gabriel Minutillo traf Osman Turay den Innenpfosten. Sechs Minuten später hatte Dustin Buck Pech bei einem Lattentreffer.
Mete Tuz zielte besser, als er eine Kombination für den FCH mit dem 1:0 vollendete (66.). Nun lief die Zeit gegen Leverkusen. Und es dauerte bis in die Nachspielzeit, ehe das Brok-Team doch noch eine Antwort fand: Owen wurde im Strafraum zu Fall gebracht, den fälligen Strafstoß verwandelte Jeremiah Mensah souverän zum 1:1.
In der Verlängerung verpasste dann Isaiah Eichie das Leverkusener 2:1, ehe chancenarme Minuten folgten. Ein Ballverlust von Mensah eröffnete Heidenheim dann die Möglichkeit, in Überzahl auf das Bayer-Tor zuzustürmen. Maximilian Kos nutzte die Gunst des Augenblicks und traf zum 2:1 (106.). Bayer warf alles nach vorne, wurde jedoch vom 3:1 durch den eingewechselten Nevio Bove kalt erwischt (115.). Dabei blieb es.
Die Jungs haben gegen einen taktisch sehr disziplinierten Gegner alles gegeben. Aber letztlich sind sie im letzten Drittel zu harmlos geblieben. Es wird ein paar Tage dauern, bis sie dieses Spiel verarbeitet haben
„Die Jungs haben gegen einen taktisch sehr disziplinierten Gegner alles gegeben. Aber letztlich sind sie im letzten Drittel zu harmlos geblieben. Es wird ein paar Tage dauern, bis sie dieses Spiel verarbeitet haben“, erklärte Dogan.
Bayer 04: Rapsch – Turay (85. Kurowski), Pohl, J. Mensah (112. Zidane), Owen, Domnic, Buck (118. Ermec), Berghoff, Hawighorst (85. Eichie), Kir (76. Massek), Minutillo (118. Papadakis). Tore: 1:0 Tuz (66.), 1:1 J. Mensah (90.2/FE), 2:1 Kos (106.), 3:1 Bove (115.).
