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BasketballNiederlage gegen Osnabrück – Orthomol Wings Leverkusen hadern mit Wurfquote

3 min
29.10.2023, Basketball-Wings Leverkusen - Osnabrück

links: Lea Wolff (Wings)
mitte: Martha Middeler (Wings)

Foto: Uli Herhaus

Lea Wolff (links) und Martha Middeler (M.) kämpfen gegen Osnabrück vergeblich.

Das Team von Trainer Boris Kaminski ist gegen einen abgeklärten Gegner letztlich chancenlos. 

Wie viel ein neuer Boden optisch bewirkt, konnten die Spielerinnen und Zuschauer am Sonntagnachmittag in der Heisenberg-Halle bestaunen. Endlich kein Linienwirrwarr mehr; nur die Linien des Basketball-Felds waren gegenwärtig. Eine Wohltat für alle Beteiligten. Doch der Boden war erstmal nur als Test vorgesehen.

Der neue Boden ist eine Wohltat für die Spielerinnen und die Zuschauer

Ob der neue und damit auch ungewohnte Untergrund Anlass für den sehr holprigen Auftakt und die letztlich deutliche 49:69 (24:31)-Niederlage der Orthomol Wings Leverkusen im Duell mit den GiroLive Panthers Osnabrück war, kann natürlich nicht belegt werden, wäre aber auch eher unwahrscheinlich.

Mit 3:15 lagen die Wings nach fünf Minuten hinten, weil die Würfe nicht ihr Ziel fanden und ein paar Ballverluste zu Osnabrücker Punkten führten. Tea Adams blieb es vorbehalten, mit ihrem Korb zum 5:15 eine Aufholjagd zu starten. Die Defense der Wings stand überwiegend gut; Lina Bühner wurde von Maria Blazejewski in diesem Viertel fast aus dem Spiel genommen, kam am Ende dennoch auf 23 Zähler. Blazejewski versenkte dann auch den ersten Dreier der Gastgeberinnen zum 10:15. 11:15 hieß es nach zehn Minuten.

Lea Wolff erzielt per Dreier die erste Führung für Leverkusen

Zu Beginn des zweiten Viertels gehörten die ersten sechs Zähler dem Team von Boris Kaminski; Lea Wolff markierte dabei per Dreier zum 17:15 die erste Führung für ihre Mannschaft. Dann folgte ein 9:0-Lauf der Gäste zum 17:24, doch die Orthomol Wings verkürzten kurz darauf durch Sarah Gates auf 22:24. Aber es lief weiterhin nicht rund gegen die aufmerksame Defense der Panthers; auf der anderen Seite kam aber auch die Offense der Gäste nicht ins Rollen. 24:31 hieß es zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Wings weiterhin alles Mögliche, aber die Schwächen im Abschluss setzten sich fort. Auch in diesem Viertel blieb die Anzahl der Punkte überschaubar; magere zwölf Zähler wurden zwischen der 21. und 30. Minute erzielt. Osnabrück kam auf 19 Punkte in dieser Phase, machte sich so auf 36:50 davon.

Das sollte schon die Vorentscheidung gewesen sein. Der Rückstand war zu groß an diesem Tag, da auch in den letzten zehn Minuten nicht allzu viele Würfe ihr Ziel fanden. Vor allem von jenseits der Drei-Punkte-Linie ging so gut wie nichts. Drei Treffer bei 17 Versuchen; so wird es schwer, ein Spiel gegen einen starken und ausgefuchsten Gegner zu gewinnen.

Wir haben viele grundlegende Sachen nicht gut zu Ende geführt und hatten dazu noch eine ganz schlechte Wurfquote.
Boris Kaminski, Trainer der Orthomol Wings Leverkusen

Wings-Coach Boris Kaminski wirkte ein wenig geknickt bei seiner Aussage zum Spiel: „Wir haben heute viele grundlegende Sachen nicht gut zu Ende geführt und hatten dazu noch eine ganz schlechte Wurfquote. Einzig Lea Wolff und Carlotta Ellenrieder waren da Ausnahmen. So kamen wir keinmal in einen Lauf und konnten auch das Publikum nicht richtig mitnehmen.“

Orthomol Wings Leverkusen: Blazejewski (9), Wolff (8), Gates (8), Kvederaviciute (7), Ellenrieder (7), Adams (5), Koop (4), Middeler (1), Kröger, Jones