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Olympia-AuftaktsiegDraisaitl und Tiffels: „Wie auf der Straße in Köln“

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Vom Druck befreit: Nach dem gelungenen Olympia-Auftakt zeigt sich Leon Draisaitl überglücklich und erinnert sich an Kindertage in Köln.

Angeführt vom Kölner Superstar Leon Draisaitl und viel NHL-Power ist die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft erfolgreich in die Olympischen Winterspiele in Mailand gestartet.

Der Kapitän traf bereits nach 23 Sekunden in Koprooduktion mit dem ebenfalls aus Köln stammenden Frederik Tiffels sehenswert zum 1:0.

Der Olympia-Auftakt gegen Dänemark endete mit 3:1 (1:1, 2:0, 0:0), womit auch die Revanche für die WM-Pleite im Vorjahr gelang. Die Dänen hatten 2025 das deutsche Vorrunden-Aus besiegelt – damals fehlte Draisaitl.

Leon Draisaitl: „Einfach cool, dass Freddy und ich das zusammen gemacht haben“

Nach der Partie lächelte der 30-Jährige, der bei der Eröffnungsfeier die deutsche Fahne getragen hatte, und schwelgte in Erinnerungen. Sein Tor, aufgelegt von seinem besten Kumpel Frederik Tiffels, versetzte den Stürmerstar gedanklich geschätzt 23 Jahre zurück.

„Das war einfach cool, dass Freddy und ich das zusammen gemacht haben, das war sehr speziell“, sagte Draisaitl nach dem wichtigen 3:1-Auftaktsieg bei den Winterspielen in Mailand: „Die Spiele haben wir so auf der Straße in Köln zusammen gespielt als kleine Kids. Es war natürlich emotional.“

Leon Draisaitl jubelt nach seinem Tor

Jubel nach dem 1:0: Leon Draisaitl traf beim Olympia-Auftakt bereits nach 23 Sekunden.

Die beiden gebürtigen Kölner Draisaitl, inzwischen NHL-Superstar der Edmonton Oilers, und Tiffels verbindet eine enge langjährige Freundschaft. Tiffels, der beim deutschen Meister Eisbären Berlin spielt, war sogar Trauzeuge bei Draisaitls Hochzeit im August 2025.

Gegen Dänemark starteten die Kumpels von Beginn an – und legten schnell den Grundstein für den erfolgreichen Start ins Olympia-Turnier. „Es war einfach wichtig, dass wir heute gewonnen haben. Wir nehmen die drei Punkte mit und schauen nach vorne“, sagte Draisaitl.

Tim Stützle, der in der NHL für Ottawa aktiv ist, hatte die beiden anderen Tore besorgt. „Das sind die Jungs, die in den entscheidenden Situationen den Unterschied machen müssen in diesem Turnier“, sagte NHL-Angreifer Nico Sturm im ZDF in der zweiten Drittelpause über Draisaitl und Stützle. Auch dank des starken Philipp Grubauers, der 37 Schüsse parierte, wackelte der Sieg am Ende nicht.

Am Samstag wartet nun die zweite Partie gegen Lettland (14. Februar, 12.10 Uhr). Auch sie ist richtungsweisend, bevor es gegen Weltmeister USA (Sonntag, 21.10 Uhr) zum Gruppen-Highlighte kommt. Die drei Gruppensieger sowie der beste Zweite stehen direkt im olympischen Viertelfinale. Die weiteren Teams spielen die restlichen vier Viertelfinalplätze in einem Qualifikations-Playoff aus. (oke/dpa)