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Paukenschlag bei Real MadridNeue Details zu Alonsos Entlassung – Zettelte Superstar Meuterei an?

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Xabi Alonso und Kylian Mbappe von Real Madrid

Waren sich nicht immer einig: Xabi Alonso und Kylian Mbappé von Real Madrid. (Archivfoto)

Der Rauswurf von Xabi Alonso bei den Königlichen schlägt hohe Wellen. Es machen brisante Verdächtigungen die Runde.

Nur ein gutes halbes Jahr konnte sich Xabi Alonso auf dem Trainerstuhl von Real Madrid halten. Völlig überraschend wurde der ehemalige Meistercoach von Bayer 04 Leverkusen beim spanischen Renommierklub am Montag (12. Januar) vor die Tür gesetzt. Über die Gründe wird viel spekuliert.

Die „Marca“ schreibt, dass die Mannschaft um den deutschen Nationalspieler Antonio Rüdiger völlig unvorbereitet von der Nachricht getroffen worden sei. Und das, obwohl seit Monaten über das schlechte Verhältnis zwischen den Basken und den Superstars von Real Madrid spekuliert wird. In der Kabine herrsche seit Monaten ein „kalter Krieg“, hieß es beispielsweise.

Real Madrid entlässt Xabi Alonso überraschend

Im Mittelpunkt der Spekulationen steht dabei Kylian Mbappé, der nach dem verlorenen Supercup-Finale gegen den FC Barcelona vor der Siegerehrung negativ auffiel. Der französische Superstar soll hinter den Kulissen intensiv daran gearbeitet haben, das Ansehen von Alonso zu schaden. Sogar von einer Meuterei ist die Rede.

Was war passiert? Nach der knappen Niederlage gegen die Katalanen bat Alonso seine Schützlinge wie üblich, bei der Siegerehrung ein Spalier für die Gewinner zu bilden. Der französische Superstar hatte jedoch offenbar andere Pläne. Mbappé schien in Richtung der gegnerischen Spieler zu zeigen und den Real-Profis, die sich in seine Richtung bewegten, zurückzuwinken.

Kylian Mbappé fällt mit unsportlicher Szene auf

In den sozialen Medien machte die Szene die Runde und sorgte für viel Aufsehen. „Nachdem er die Medaille für den zweiten Platz erhalten hatte, gab er seinen Teamkollegen von Real Madrid ein deutliches Zeichen, das Spielfeld zu verlassen und sich in die Umkleidekabine zu begeben“, hieß es bei der „Marca“.

Mbappés Verhalten wird als klarer Affront gegen Alonso gewertet. Der Weltmeister von 2018 fiel bei Paris Saint-Germain ebenfalls mehrfach negativ auf. PSG-Trainer Luis Enrique hat sich mit seinem Superstar überworfen.

Mbappé gehörte jedoch zu den ersten Spielern, die auf die Entlassung via Social Media reagierten. „Es war eine kurze Zeit, aber es war mir eine Freude, für dich zu spielen und von dir zu lernen. Danke, dass du mir seit Tag eins Vertrauen gegeben hast“, schrieb der französische Angreifer in einer Instagram-Story.

„Kalter Krieg“ in der Kabine von Real Madrid

Selbstverständlich spielt auch Real-Präsident Florentino Pérez bei der Entscheidung eine tragende Rolle. Laut „Mundo Deportivo“ war der Klubboss mit dem Auftritt der Alonso-Elf im Supercopa-Finale tags zuvor überhaupt nicht zufrieden und hat kurzerhand beschlossen, die Amtszeit des Trainers frühzeitig zu beenden.

Tenor der internationalen Analysen war, dass Alonso es nicht gelungen sei, den Spielstil, mit dem er einst Bayer Leverkusen zum Double geführt hatte, in Madrid zu implementieren. Zudem wurde das angeblich angespannte Verhältnis zu Teilen seiner Mannschaft thematisiert. Besonders mit Reals Superstar Vinicius Jr. geriet der Weltmeister von 2010 immer wieder aneinander.

Der tiefe Fall von Xabi Alonso bei Real Madrid hat im europäischen Fußball für eine Erschütterung gesorgt. Nur 232 Tage dauerte die Amtszeit des Basken, der seinen Posten im Sommer mit hohen Erwartungen angetreten hatte. Die spanische Zeitung AS schrieb nun jedoch von einer „qualvollen Zeit für fast alle Beteiligten“. (mbr)