Der Slalom-Experte aus Deutschland hat den Abschluss seiner professionellen Laufbahn bekannt gegeben.
Nächster Rücktritt beim DSVSlalom-Star Sebastian Holzmann beendet plötzlich Karriere

Sebastian Holzmann beim Slalom-Skifahren. (Archivbild)
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Ein weiterer deutscher Sportler verlässt den Ski-Weltcup. Sebastian Holzmann, Spezialist für Slalom, hat das Ende seiner professionellen Karriere bekannt gegeben. Dies teilte der Deutsche Skiverband (DSV) am Montag mit. Der 33-jährige Athlet war 17 Jahre lang Mitglied im DSV-Team und hat seine Entscheidung nach Abschluss der vergangenen Saison getroffen. Das berichtet „kicker“.
Sebastian Holzmann äußert sich zu seiner Entscheidung
In einer Verbandsmitteilung erläuterte Holzmann seine Entscheidung damit, dass er seine Disziplin nicht länger mit der erforderlichen Entschlossenheit verfolgen könne. „Das Rennfahren ist und bleibt meine größte Leidenschaft“, sagte der Sportler, aber er könne diesem eigenen Standard nicht länger gerecht werden.
Die Laufbahn des aus Oberstdorf stammenden Athleten war durch Erfolge und Rückschläge gekennzeichnet. Seinen bedeutendsten Triumph erlebte er bei der Ski-WM 2023 in Courchevel, als er im Slalom Rang fünf erreichte. Dieses Resultat stellt den Höhepunkt seiner Karriere dar. Bei 77 Weltcup-Starts sammelte er bei 26 Gelegenheiten Punkte. Ein elfter Rang im Slalom von Kranjska Gora 2018 war seine Top-Platzierung.
Holzmanns Karriere litt unter schweren Verletzungen
Wiederholt wurde Holzmann von schwerwiegenden Verletzungen beeinträchtigt. Sein Vormarsch in die Weltklasse wurde insbesondere durch einen Kreuzbandriss im Winter 2024/25 gestoppt. Die Rückkehr gestaltete sich mühsam, und die Ergebnisse in der Saison 2025/26 genügten nicht für die Olympia-Qualifikation. Der Sportler konnte nur noch Platzierungen innerhalb der Top 30 in Alta Badia und Wengen erreichen.
Wolfgang Maier, der Sportdirektor des DSV, reagierte mit Bedauern, jedoch auch mit Achtung auf den Entschluss. Er betonte, dass Holzmann sich von Rückschlägen niemals habe entmutigen lassen und stets den Weg zurück fand. Für seinen weiteren Lebensweg wünsche man ihm das Beste.
Holzmann ist nicht der alleinige DSV-Sportler, der in diesem Jahr seine Laufbahn abschließt. Zuvor hatten schon sein Teamkollege Anton Tremmel sowie die Speed-Spezialisten Andreas Sander und Romed Baumann ihr Karriereende bekannt gegeben. Für die persönliche Zukunft plant Holzmann eine neue Ausrichtung und erwägt eine Berufsausbildung oder ein Studium. Er möchte dem Skisport aber verbunden bleiben und ein Engagement im Skilehrwesen anstreben. (jag)
