Sieg der Kölner Haie gegen IngolstadtDer große Abend des Marcel Barinka

Mann des Abends in Ingolstadt: Kölns Stürmer Marcel Barinka
Copyright: imago images/Johannes Traub
Köln – Marcel Barinka spielt seit vergangenem Jahr für die Kölner Haie. In seiner 52. Partie für den KEC ist ihm am Donnerstag sein erster Hattrick gelungen. Drei Tore steuerte der 20-jährige Deutsch-Tscheche zum 5:2-Sieg bei, den der KEC in der DEL-Partie beim ERC Ingolstadt vor 2741 Zuschauern feierte. Das sei ihm zuletzt bei den Junioren gelungen, sagte Barinka und fügte, wie es sich für einen Teamplayer gehört, hinzu: „Das Wichtigste ist der Sieg. Wir haben hart dafür gearbeitet.“ Die weiteren Kölner Torschützen waren Jon Matsumoto und Lucas Dumont.
Es war der zweite Sieg des KEC beim ERC innerhalb von sechs Tagen, zuvor hatten die Haie 3:2 n.V. in Ingolstadt gewonnen. „Das waren zwei gute Auswärtsspiele“, sagte Krupp. „Das zweite war noch ein bisschen besser als das erste Spiel. Wir haben unseren Plan gut umgesetzt, auch wenn wir immer noch zu viele Strafzeiten bekommen haben. Das Unterzahlspiel war aber sehr stark.“
Barinka spielte mit Matsumoto und Landon Ferraro in einer Reihe, bewies Torinstinkt und gutes Stellungsspiel vor dem gegnerischen Kasten. Die aktiveren Kräfte im Angriff waren aber seine beiden Sturmpartner, wobei sich Ferraro, auf dessen Konto am Donnerstag zwei Assists gingen, immer mehr zu einer Säule des Kölner Teams entwickelt. Ähnlich wie der Schwede Andreas Thuresson ist der Kanadier vielseitig einsetzbar, auch im defensiven Bereich. Krupp nennt Ferraro „einen kompletten Eishockey-Spieler“ – und ist froh, den 30-Jährigen in der vergangenen Saison vom DEL-2-Klub Frankfurt nach Köln geholt zu haben.
Trainer Krupp: Pogge war „ein sicherer Rückhalt“
Besonders hervor hob Krupp zudem die Leistung von Torhüter Justin Pogge. „Er war ein sicherer Rückhalt“, meinte er. Der 35-jährige Kanadier wurde zwar beim ersten Ingolstädter Treffer von einem Schuss aus spitzem Winkel von Leon Hüttl überrascht. Doch das war am Donnerstag seine einzige Schwäche, im weiteren Spielverlauf bestätigte er den guten Eindruck, den er in der ersten Begegnung in Ingolstadt hinterlassen hatte. Von 35 Schüssen auf sein Tor hielt Pogge 33, das entspricht einer Fangquote von 94,2 Prozent. Sein Gegenüber im ERC-Tor, Karri Rämö (34), kam auf schwache 77,2 Prozent.
Das könnte Sie auch interessieren:
Eventuell werden sich Krupp und sein Trainerteam bereits selbst dafür beglückwünschen, Pogge, der im vorigen Jahr enttäuscht hatte, eine zweite Chance eingeräumt zu haben. Die Kandidaten, die im Sommer auf dem Markt waren, hatten Krupp nicht überzeugt. Ein Goalie, der angeboten wurde, war Rämö, ein anderer der Finne Tomi Karkunen, der in Straubing unterschrieb - und bisher ebenfalls schlechter fing als Pogge.
Die nächste Partie des KEC ist ein kleines Derby. Die Krefeld Pinguine sind am Sonntag (17 Uhr) erstmals in dieser Saison zu Gast in der Lanxess-Arena.




